Waffenfabrik FN Herstal erhält großen Auftrag von Belgiens Armee

Der Waffenhersteller FN Herstal aus der gleichnamigen Ortschaft bei Lüttich hat einen recht großen Auftrag zur Herstellung von Maschinengewehren für die belgische Armee erhalten. Damit kann das Unternehmen ein Auftragsloch kompensieren, denn seit 2018 darf FN keine Rüstungsgüter mehr an Saudi-Arabien verkaufen, einst einer der Hauptkunden der Lütticher Waffenschmiede.

Nach einer Meldung der frankophonen Tageszeitung La Meuse in dieser Woche hatte die belgische Armeeführung FN einen Auftrag zur Lieferung von 159 „Heavy Machine Guns“, also schwere Maschinengewehre erteilt. FN Herstal hatte dazu an einer internationalen Ausschreibung des belgischen Verteidigungsministeriums teilgenommen.

Was dieser Auftrag aus dem eigenen Land dem Waffenhersteller einbringt, wurde nicht bekannt. La Meuse geht aber von mehreren hunderttausend Euro aus. Die Waffenschmiede FN Herstal beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter und gehört mehrheitlich der Wallonischen Region.

In den vergangenen Jahren hatten Friedensorganisationen beim belgischen Staatsrat gegen FN und gegen die Wallonische Landesregierung wegen der Vergabe von Ausfuhrlizenzen für Waffenlieferungen in der arabischen Region eingereicht. Konkret ging es dabei um acht Lizenzen für Exporte in Länder, wie z.B. Saudi-Arabien. Der Staatsrat hatte diese Lizenzen vergangenes Jahr aufgehoben.