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Thomas Cook Belgien kostet den Reisegarantiefonds bis zu 25 Mio. €

Der Gesamtschaden der durch die Insolvenz bei Thomas Cook Belgien wird dem hiesigen Reisegarantiefonds zwischen 20 und 25 Mio. € kosten. Das teilte Belgiens scheidender Wirtschaftsminister Wouter Beke (CD&V) im Laufe der Woche mit. Dieser Garantiefonds wird in erster Linie für die Rückführung von Touristen genutzt, die sich derzeit noch mit Thomas Cook-Pauschalreisen im Ausland aufhalten. Die Rückerstattung von Reisekosten steht laut Beke erst an zweiter Stelle in dieser Frage.

Wirtschaftsminister Beke betonte, dass der Garantiefonds über ausreichend Mittel verfüge, um den Problemen, die durch die Insolvenz von Thomas Cook in Belgien entstanden sind, entgegen zu wirken. Dem Fonds stehen derzeit 17,5 Mio. € eigene Mittel zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt Thomas Cook laut Wouter Beke auch noch über ausreichende Bankgarantien. Nicht zuletzt ist der Garantiefonds selbst rückversichert.

Der Reisegarantiefonds organisierte diese Woche 14 Flüge, mit denen belgische Thomas Cook-Pauschalreisende zurück in die Heimat gebracht wurden und werden - am Freitag wurde bekannt, dass der Fonds für 50 weitere Flüge sorgen wird. Am Mittwoch befanden sich noch etwa 13.400 betroffene Reisende im Ausland. Zudem wurden noch für das laufende Jahr rund 70.000 Pauschalreisen über den pleitegegangenen Reiseveranstalter alleine in unserem Land gebucht, für die auch eine Lösung gefunden werden müsse, so Minister Beke.

Der flämische Christdemokrat gab allerdings auch zu verstehen, dass er über keine Informationen über Buchungen für 2020 verfüge. Immer öfter war in den vergangenen Tagen zu hören, dass Touristen von den Hotels, in denen sie sich aufhalten, dazu gezwungen werden, zusätzliche Gebühren zu zahlen, um ihre Zimmer weiterhin zu nutzen zu dürfen oder für die Begleichung weiterer vermeintlicher Unkosten. Beke erinnerte daran, hier auf keinen Fall zu zahlen, da diese Zusatzkosten vom Reisegarantiefonds nicht erstattet werden. 

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