Bearbeitung von Entschädigungen nach der Thomas Cook-Pleite in Belgien beginnt in drei Wochen

Der belgische Reisegarantiefonds teilt mit, dass die Bearbeitung von Entschädigungsfällen nach der Pleite der belgischen Filiale des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook erst in drei Wochen beginnen kann. Vorher kümmere man sich darum, die an ihren Urlaubsorten gestrandeten Pauschalurlauber nach Hause zu bringen.

Im vergangenen Mittwoch hat die belgische Filiale des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook nach dessen Pleite ebenfalls Konkurs angemeldet. Davon waren und sind rund 72.000 Pauschalurlauber aus Belgien betroffen. Der belgische Reisegarantiefonds lässt jetzt wissen, dass man in drei Wochen mit der Bearbeitung der Entschädigungsanträge von Betroffenen beginnen werde. 

Mark De Vriendt, der Direktor des Fonds, sagte dazu, dass man zuerst die aus Belgien kommenden Urlauber zurück in die Heimat bringen werde. Dies habe Priorität: „Das sieht aber gut aus. Bis zum 6. Oktober müssen alle Rückflüge hier gelandet sein.“ Danach stehe auch ein Team bereit, dass sich um die Schadensfälle nach dem Konkurs kümmern werde, bzw. mit den konkreten Fällen der geschädigten Pauschalurlauber.

Wie lange das dauern werde, könne er nicht sagen, so De Vriendt: „Betroffene Kunden von Thomas Cook und von Neckermann haben (in Belgien (A.d.R.)) zwei Jahre lang Zeit, ihre Akte einzureichen. Dass soll aber nicht heißen, dass es auch zwei Jahre dauern wird, bis man seine Kosten rückerstattet bekommen hat.“

Die Schadensfälle werden, wie es bisher aussieht, chronologisch nach dem Abreisedatum der annullierten Reisen bearbeitet. Hinzu kommen noch die Fälle der abgebrochenen Reisen während sich der Konkurs vollzog. Der Reisegarantiefonds bittet die Betroffenen darum, ihre Akte auf den elektronischen Weg einzureichen und zwar unter der Internetseite des Fonds www.gfg.be