Cold Cases: Frauenmörder aus Deurne gesteht zwei weitere Morde

Der Mann aus Deurne bei Antwerpen, der des Mordes an zwei Frauen in den 1990er Jahren verdächtigt wird, hat bei Verhören offenbar zwei weitere Morde gestanden. Nach Angaben der Antwerpener Staatsanwaltschaft sollen diese Morde ebenfalls in den 90er Jahren geschehen sein und auch wieder in der Umgebung der Hafenmetropole.

Im Oktober 2018 wurde gegen den Verdächtigen Haftbefehl erlassen, weil er am 17. Juni 1992 die damals 30 Jahre alte Ariane Mazijn ermordet haben soll. Sie wurde seinerzeit mit einem Seil erwürgt und ihr lebloser Körper wies Stich- und Schnittwunden auf.

Vor einem Monat erging gegen den gleichen Mann ein Haftbefehl wegen des Mordes an Eve Poppe, die am 9. September 1997 tot in ihrer Wohnung aufgefunden wurde. Auch sie wurde mit einem Seil ermordet und auch bei ihr wurden Messerstiche festgestellt.

Die Kriminalpolizei war dem Mann, der heute 55 Jahre alte Fensterputzer Stephaan Du Lion, auf die Spur gekommen, nachdem seine DNA, die er im Zuge einer Verhaftung nach einem Diebstahlsverdacht abgeben musste, Übereinstimmungen mit von der Spurensicherung bei den oben genannten Morden damals gesicherten Hinweisen und Details aufwiesen.

Am Dienstag bat der wegen diverser Verurteilungen bereits inhaftierte Mann selbst um ein Verhör, bei dem er zwei weitere Morde gestand. Dabei handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um die bisher ungeklärten Mordfälle an er 28 Jahre alten Lutgarda Bogaerts aus Oelegem bei Antwerpen 1993 und an der 46 Jahre alten Maria Van den Reeck aus Antwerpen selbst 1994.

Jetzt werden die damals festgestellten Spuren mit denen der bereits  bekannten Fälle verglichen und auch die DNA-Spuren werden zur Rate gezogen. „Das Gericht ermittelt in diesen Fällen unvermindert weiter“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Antwerpen. Diese Fälle stehen vor einer Aufklärung auch durch die Tatsache, dass sich die DNA-Analyse auch im ermittlungstechnischen und forensischen Bereich enorm weiterentwickelt hat.