Die flämische Band Hooverphonic tritt für Belgien beim ESC 2020 an

Unser Haus, der öffentlich-rechtliche Rundfunk des belgischen Bundeslandes Flandern, VRT, gab bekannt, dass die Band Hooverphonic für Belgien beim Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam antreten wird. Hooverphonic besteht bereits seit 1995 und machte bisher in verschiedensten Besetzungen eine durchproduzierte Popmusik, die sowohl ein durchschnittliches Radiopublikum anzieht, als auch Fans von Indiemusik. In Belgien bestimmen die öffentlich-rechtlichen Sender VRT und RTBF (der frankophone Rundfunk), die ESC-Vertreter jeweils abwechselnd. Dieses Jahr ist der flämische Rundfunk an der Reihe. 

Unser Haus gab die Entsendung von Hooverphonic am Dienstagabend in der Talkshow „Vandaag“ („Heute“) im ersten Fernsehprogramm Eén bekannt. Die Band wurde 1995 mit dem Song „Mad about you“ bekannt und machte damals Trip-Hop. Die Band Hooverphonic, von der gerne gesagt wird, dass sie die Musik für einen James Bond-Film macht, der noch gedreht werden müsse, habt sich nicht auf einen Musikstil festgelegt.

Der rote Faden durch die Diskographie von Hooverphonic könnte höchstens „gepflegte Popmusik“ genannt werden, denn das ist genau das, was die Band in wechselnden Besetzungen und mit verschiedenen Sängerinnen macht.

Seit Jahren fester Bestandteil der hiesigen Musikszene

Ob Trip-Hop oder Filmmusik, ob Indiepop oder Ambient, Hooverphonic bleibt immer sich selbst. Von Anfang an sind Alex Callier (Bass) und Raymond Geerts (Keyboards) dabei. Callier gehört übrigens auch zu den Coaches von „The Voice“ in Flandern, ein Casting-Programm unserer Privat-TV-Kollegen von VTM.

Aktuell arbeitet die Band mit der Sängerin Luka Cruysberghs, die wohl auch den Song für den ESC im kommenden Jahr singen wird. Dazu ist bisher nur eines deutlich, nämlich dass das Lied in Englisch sein wird. Es muss allerdings noch geschrieben und produziert werden, so Alex Callier am Dienstag gegenüber „Vandaag“.

Wieder sehr früh vorgestellt

Der flämische Rundfunk VRT und der Sender Eén präsentieren ihren ESC-Kandidaten nicht zum ersten Mal zu einem so frühen Zeitpunkt. Auch Sennek, die Belgien 2018 vertreten hatte, war schon im Herbst 2017 vorgestellt worden. Damals verpasste die Sängerin mit „A Matter Of Time“, ein Song, den übrigens Hooverphonic-Mastermind Alex Callier komponiert hatte, in Lissabon den Einzug ins Finale, auch wenn der Song im eigenen Land in den Charts erfolgreich war.

In Belgien sind übrigens Vorentscheide unter Einbezug des Publikums zur Entsendung von ESC-Kandidaten abgeschafft worden. Die Kosten für entsprechende TV-Shows waren sowohl für unser Haus, als auch für die frankophonen Kollegen der RTBF, auf Dauer zu hoch.