Neuer Medienminister Benjamin Dalle: „Einschnitte auch bei der VRT“

Wie die gesamte flämische Verwaltung wird auch die VRT während der Amtszeit der neuen flämischen Regierung - Jambon I. - Einsparungen vornehmen müssen. Der neue Medienminister Benjamin Dalle (CD&V) bestätigte dies im VRT-Radio an diesem Donnerstagmorgen. Wie viel das sein wird, müsse noch untersucht werden.

Als Medienminister steht Benjamin Dalle in den kommenden Monaten vor einer großen Herausforderung, sagt er selbst. "Mit der VRT muss ein neuer Managementvertrag ausgehandelt werden (für 1. Januar 2021, Red.!). Der Koalitionsvertrag enthält eine Reihe von Eckpunkten, um dies zu konkretisieren, sowie eine Reihe von Präferenzen der flämischen Regierung. Wir werden uns an den Tisch setzen, um dies gut zu definieren, um die Kernaufgaben der Behörde darin zu definieren. Doch ich werde noch keine konkreten Vorschläge oder Details dazu machen."

Was bereits im Koalitionsvertrag steht, ist, dass sich die VRT zu einer "modernen, schlanken und schlagkräftigen Medienorganisation entwickeln muss, die ein hochwertiges Angebot präsentiert". "Es ist immer eine Herausforderung, Ziele so kostengünstig wie möglich zu erreichen", betonte Dalle in der VRT. "Dies gilt für die gesamte flämische Verwaltung und auch für die VRT. Und deshalb muss es auch in der gesamten flämischen Regierung sowie in der VRT einige Einsparungen geben." Dalle will noch keine Aussagen über eine Reduzierung der Mittelzuweisung an die VRT machen.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk befindet sich seit langem in einer Sparphase. In den letzten 10 Jahren hat die VRT ihren Personalbestand bereits um 600 Menschen reduziert. Die Mitarbeiterzahl ist von 2.600 auf 2.000 gesunken. "Es wurden bereits große Anstrengungen unternommen, aber wir müssen uns darüber beugen, und ich kann noch nicht sagen, in welche Richtung es gehen soll.“

Die Kritik von Walter Zinzen unter anderem, dass der Einfluss von Christian Van Thillo vom kommerziellen Medienunternehmen DPG Media im Medienteil des Regierungsabkommens sehr deutlich spürbar sei, teilt Dalle nicht. "Das denke ich nicht. Wir haben mit drei Parteien einen Koalitionsvertrag geschlossen, der von unseren Parteikongressen genehmigt wurde. Und wir halten den Vertrag für eine gute Vereinbarung, auch für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ich höre: ‘Man will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk untergraben‘. So sehe ich das nicht. Ich denke, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine sehr wichtige Rolle spielt, genau wie die privaten Akteure."

Die aktuelle VRT-Managementvereinbarung läuft bis zum 31. Dezember 2020. Die Verhandlungen über den neuen Managementvertrag werden in Kürze beginnen.