Fußballsplitter: Internationale Spiele und das Personalkarussell beim RSC Anderlecht dreht sich weiter

Nach dem 2:2 von Club Brügge bei Real Madrid in dieser Woche holte auch der zweite belgische Champions League-Club, Meister Racing Genk (Foto), einen Punkt. In der Europa League hingegen gab es für die einen ein bisschen Jubel und für die anderen hängende Köpfe. Beim belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht ist ein neuer Cheftrainer angestellt worden und die Roten Teufel können einen neuen Nationalmannschaftskollegen begrüßen.

Champions League

Tore gab es in der Champions League-Begegnung zwischen dem belgischen Meister KRC Genk und dem SSC Napoli in dieser Woche nicht, was bedeutet, dass sich beide Mannschaften die Punkte teilen. Für Genk ist dies vielleicht ein wichtiger Punkt in der Königsklasse des europäischen Fußballs. Damit geriet auch das 2:6-Debakel gegen RB Salzburg vor zwei Wochen etwas in Vergessenheit. In der Gruppe E müssen die Limburger am 3. Spieltag gegen den FC Liverpool antreten.

Europa League

AA Gent ist am zweiten Spieltag der Europa League nicht über ein 1:1 bei Olexandrija in der Ukraine hinausgekommen. Laurent Depoitre hatte Gent in der 6. Minute in Führung gebracht, doch in der 61. Minute glich Artem Sitalo für die Gastgeber aus. Aus dem Vorhaben, nach dem mit 3:2 gewonnenen Spiel gegen Saint-Etienne wollte Gent wieder drei Punkte kassieren und dieses Mal Auswärtspunkte, doch daraus wurde nichts. Der VFL Wolfsburg führt die Tabelle in der Gruppe I jetzt an. Am 24. Oktober hat AA Gent die Wolfsbürger übrigens zu Gast.

Standard Lüttich hingegen hatte bei Arsenal London nichts zu bestellen. Die „Rouches“ gingen in der britischen Hauptstadt mit 0:4 unter. Schon in der ersten Spielhälfte stand beim Pausenpfiff ein 0:3 auf der Anzeigetafel. Nach rund einer Stunde Spielzeit fiel das 0:4 und Arsenal konnte ohne Anstrengung diesen Spielstand bis zum Ende „verwalten“. Arsenal führt die Gruppe F jetzt an. Lüttich muss am 24. Oktober zur Eintracht nach Frankfurt fahren.

Rote Teufel

Für Standard Lüttich-Stürmer Maxime Lestienne gab es in dieser Woche allerdings eine gute Nachricht. Belgiens Nationaltrainer Roberto Martinez berief ihn in den Kader für die kommenden beiden Länderspiele der Roten Teufel. Der 27 Jahre Stürmer hat in der laufenden Saison in 8 Spielen 5 Tore erzielt und soll am 10. Oktober in der Spitze den verletzten Kevin De Bruyne ersetzen, wenn es gegen San Marino geht.

RSC Anderlecht

Bei Belgiens Rekordmeister RSC Anderlecht laufen die Dinge nicht rund. Die Brüsseler stehen auf einem Abstiegsplatz und haben den schlechtesten Saisonstart seit 92 Jahren hingelegt. Das Konzept des Spieler-Trainers Vincent Kompany ist nicht aufgegangen und jetzt wurde ein neuer Cheftrainer angestellt. Dies ist kein Geringerer als der frühere Anderlecht-Spieler und -Trainer Franky Vercauteren.

Simon Davies wird damit wieder das Feldtraining übernehmen und Frank Arnesen, der erst seit 2018 im Amt befindliche technische Direktor, wurde entlassen. Vercauteren spielte rund 300 Mal für Anderlecht und wurde mit dem Verein 2005 und 2007 als Coach Meister. Er soll jetzt Vincent Kompany deutlich sagen, „wo es lang geht.“ Anderlecht gewann am Freitagabend mit 1:2 beim SC Charleroi und steigt vom 13. auf den 12. Tabellenplatz.