Jonas Roosens

Nach Aldi ruft auch Albert Heijn Fleisch und Wurstwaren wegen Bakterien zurück

Der Lebensmittelskandal um Listeria-Bakterien in Fleisch- und Wurstwaren in einem niederländischen Betrieb hat inzwischen auch in Belgien größere Ausmaße angenommen. Nach Aldi lässt jetzt auch die niederländische Warenhauskette Albert Heijn bestimmte Produkte aus den Regalen ihrer Filialen in unserem Land entfernen.

Nach Angaben der belgischen Bundesbehörde für Lebensmittelsicherheit, FAVV, betrifft dies vor allem verpackte Halal-Wurstwaren, die unter der Marke „Wahid“ bei Albert Heijn angeboten werden. Der Rückruf betrifft Geflügelschinken, Hühnerfilet „natur“, Hühnerfilet „provencal“ und Wurstbrot auf Geflügelbasis. Auch Aufschnitt aus Rindfleisch ist betroffen und zwar Cervelatwurst, Rindersalami und Rauchwurst auf Rindfleischbasis. 

Albert Heijn und die FAVV rufen die Verbraucher dazu auf, solche Produkte nicht zu verzehren, sondern sie in die Filialen der Supermarktkette zurückzubringen, in der sie gekauft wurden. Dort erhält man sein Geld dafür sofort zurück.

Auch diese Wurst- und Fleischwaren wurden in der Fabrik des Unternehmens Offerman in Aalsmeer in der Provinz Nord-Holland produziert (siehe nebenstehenden Beitrag). Von dort kam auch der in Scheiben verpackte gebratene Roastbeef, den Aldi Belgien aus dem Handel nahm, als in den Niederlanden bekannt wurde, dass solche Produkte mit Listeria-Bakterien verseucht sein könnten. In den Niederlanden starben drei Menschen nachweislich nach dem Verzehr kontaminierter Fleischwaren und mehrere weitere erkrankten teilweise danach.