Die "Tornados" gewinnen die Bronze-Medaille in Doha

Die „Belgian Tornados“, das ist die 4x100 Meter-Staffel der Männer, haben bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Doha am Sonntagabend im Finale Bronze gewonnen. Dies ist die erste Medaille für die „Tornados“ bei einer Weltmeisterschaft. Nur die Staffeln der USA und aus Jamaika waren schneller als das belgische Quartett. Die 4x100 Meter-Staffel der Frauen wurde 5. im WM-Finale.

Sechs Mal hat eine belgische 4x100 Meter-Staffel schon ein WM-Finale gelaufen, doch in Doha konnten die „Tornados“ zum ersten Mal Edelmetall holen. Die Rechnung von Trainer Jacques Borlée, Jonathan Saccor als Ersten starten zu lassen ging auf. Saccor gab rasch an Robin Vanderbemden weiter und der lief noch schneller und lancierte als Dritter Dylan Borlée. Der jüngere der beiden Borlée-Brüder konnte Platz 3 halten und sein Bruder Kevin schaffte es, den Kolumbianer Zambrano (Silber auf den 400 Metern individuell) auf Abstand zu halten und kam als Dritter ins Ziel: Bronze!

Die „Tornados“ traten in Doha ohne den verletzt in Belgien gebliebenen dritten Borlée-Sprinter Jonathan an und holten trotzdem das erste WM-Edelmetall für Belgien in dieser Disziplin. Mit einer Zeit von 2‘58“78 liefen sie zudem noch einmal eine Zeit unter 3 Minuten. Trainer Jacques Borlée, der Vater der meisterlichen Sprinterbrüder, sagte nach dem Lauf, dass dieser 3. WM-Rang die Folge von 12 Jahren Einsatz sei: „In Tokyo sorgen wir für die Kirsche auf dem Sahnehäubchen!“ 

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Bolcina/Photo News

Alle Blicke in Richtung Olympia, auch bei den Frauen

Jetzt, so auch sein Sohn Kevin Borlée, „richten sich alle Blicke in Richtung Tokyo“. Dort treffen sie bei den Olympischen Spielen auch auf die „Belgien Cheetahs“, die 4x100 Meter-Staffel der Frauen. Die „Cheetahs“ wurden in ihrem Finale 5. und hatten sich bereits mit dem Erreichen des Halbfinales in Doha für Tokyo qualifiziert. Die Frauenstaffel lief ihr erstes WM-Finale in einer Zeit von 3‘27“15. Das Quartett kam als 6. Staffel ins Ziel, doch nach dem Kanada disqualifiziert wurde, stiegen die „Cheetahs“ auf Platz 5.

Hanne Claes, Imke Vervaet, Paulien Cockuyt und Camille Laus zeigten eine tolle Leistung, die fast vergessen ließ, dass sie ohne Cynthia Bolingo nach Doha fahren mussten. Bolingo hat anhaltende Probleme an ihren Fersen. Anne Zagré verpasste durch einen Fast-Sturz im Ziel bei den 100 Metern Hürdenlauf den Einzug ins Halbfinale nur knapp.