Bombenalarm im flämischen Landesparlament in Brüssel

Während der Finanzausschuss im flämischen Landesparlament über den Haushalt der neuen Regierung debattierte, ging ein Anruf ein, nach dem in den Gebäude eine Bombe sein soll. Daraufhin wurde das gesamte Parlamentsgebäude geräumt und die Polizei begab sich auf die Suche nach einem Sprengkörper. Rasch wurde deutlich, dass der Finanzausschuss an diesem Dienstag nicht mehr zusammenkommen würde.

Der Anruf erfolgte in englischer Sprache, so die Verwaltung des Parlamentsgebäudes. Die Bombendrohung wurde ernst genommen, denn im Laufe des Dienstags sollte im Parlament auch eine Feier zum 40-jährigen Bestehen des Kurdischen Institutes stattfinden. Auch diese Feierlichkeiten wurde abgesagt.

Nach Angaben der Brüsseler Polizei habe die Vorsitzende des flämischen Landesparlaments, Lisbeth Homans (N-VA), sofort beschlossen, das Gebäude vollständig räumen zu lassen.

„Ein solcher Beschluss wird nicht leicht genommen“, so Landeschef Jan Jambon (N-VA) dazu, denn es gebe ernste Hinweise darauf, dass etwas an einer solchen Drohung dran sein könnte: „Man durchsucht jetzt das gesamte Gebäude. Die Situation wird wohl wieder unter Kontrolle sein.“

Inzwischen befanden sich alle Abgeordneten, deren politische Mitarbeiter, die meisten Angestellten des Hauses und die vielen Journalisten, die die Vorgänge um die neue Landesregierung beobachten, vor der Türe des Gebäudes. Die Haushaltsdebatte im Finanzausschuss wurde am Dienstag nicht mehr neu aufgenommen, sondern auf einen späteren Zeitpunkt vertagt.