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Der Mittelstand in Belgien findet zu wenig Arbeitskräfte

Rund ein Drittel der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Belgien gibt an, zusätzliches Personal eistellen zu wollen. Seit vier Trimestern steigt dieser Trend in unserem Land. Doch es wird für diese Unternehmen immer schwieriger, geeignetes Personal zu finden. Auf dieser Ebene steigt auch die Zahl der offenen Stellen. Das belgische Bundesland Flandern ist davon besonders betroffen.

Laut einer Umfrage des Personaldienstleisters SD Worx unter den mittelständischen Betrieben in Belgien würden derzeit 33,6 % der Unternehmen Personal einstellen und zwar am besten noch im vierten Trimester des laufenden Jahres. Damit steigt die Bereitschaft im Mittelstand, neue Mitarbeiter anwerben zu wollen, bereits seit vier Trimestern in Folge.

Das Problem ist jedoch, dass diese Unternehmen mehr und mehr Schwierigkeiten damit haben, ihre offenen Stellen zu besetzen. Bei 38 % dieser Betriebe ist dies bereits seit Langem ein Problem. Allerdings schaffen es etwa 84 % der belgischen Mittelstandsunternehmen innerhalb von einem halben Jahr dann doch, geeignetes Personal zu finden. Für den Rest aber dauert es wirtschaftlich gesehen zu lange, neue Mitarbeiter einstellen zu können. 

Flandern ist mehr betroffen als die anderen Regionen

In Flandern ist dieses Problem größer als in der Region Brüssel-Hauptstadt oder in der Wallonie. Hier geben fast 21 % der einstellungswilligen Betriebe an, länger als ein halbes Jahr lang nach geeigneten Kandidaten suchen zu müssen. In Brüssel ist dies der Fall in nur 9,1 % der Fälle und in Wallonien sogar nur in 8 % der Unternehmen.

In erster Linie sind belgienweit kleine und mittelständische Unternehmen aus der Bauwirtschaft und im Bereich Industrie von diesen Phänomen betroffen, wie SD Worx herausfand. 67 % dieser Unternehmen geben an, Schwierigkeiten beim Anwerben von neuen Mitarbeitern zu haben. In Brüssel sind das 28 % der Unternehmen und in Flandern und der Wallonie sind mit rund 46 % gleich viele Betriebe davon betroffen.