Dassault Falcon©

Die belgische Regierung kündigt einen Mietvertrag für Privatjets auf

Die scheidende belgische Bundesregierung hat einen Mietvertrag für Privatjets für Flüge von Ministern und von König Philippe kurzfristig aufgekündigt. Nach Meldungen der Wirtschaftsblätter „L'Echo“ und „De Tijd“ hatte sich ein Mitbewerber für diesen Auftrag beschwert und angedeutet, dass es bei der Auftragsvergabe Unstimmigkeiten gebe.

Der Vertrag bezog sich auf die Anmietung von zwei Privatjets zur Beförderung des Königs und seiner Familie und der Minister der Bundesregierung. Verteidigungs- und Außenminister Didier Reynders (MR) hatte Anfang September beschlossen, diese kleinen aber luxuriösen Privatjets bei „Abelag Aviation“ anzumieten. 

Der Vertrag belief sich auf 124 Mio. € für die Dauer von 12 Jahren. Der Ministerrat hatte seinerzeit grünes Licht für die Unterzeichnung des Vertrags gegeben.

Doch ein anderer Kandidat, „Flying Group“, hatte sich ebenfalls für dieses Geschäft beworben und reichte daraufhin beim belgischen Staatsrat in Brüssel Klage ein. „Flying Group“ argumentiert mit der Begründung, dass es bei der Vergabe der Flugzeuganmietung durch die Regierung zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei.

Der Vorgang wird in diesen Tagen dem Staatsrat vorgelegt. Das Verteidigungsministerium informierte inzwischen alle beteiligten Parteien darüber, dass der Mietvertrag für die beiden Dassault Falcon 7X-Maschinen (Foto oben) annulliert wurde.