Die Grundwasserspiegel in Flandern erholen sich wieder (leicht)

An vielen Stellen sind die Grundwasserspiegel im belgischen Bundesland Flandern wieder deutlich angestiegen. Seit Ende Juni hatte die extreme Trockenheit für sehr niedrige Wasserstände gesorgt. Direkte Entwarnung wollen die zuständigen Behörden aber nicht geben: „Es muss noch viel regnen, um einem neuen trockenen Sommer standhalten zu können.“

Die Flämische Umweltgesellschaft VMM stellt angesichts der jüngsten Messresultate fest, dass sich die Grundwasserspiegel lokal von den beiden trockenen Sommern 2018 und 2019 wieder etwas erholt haben. Vor allem in den letzten Tagen und Wochen ist einiges an Regen gefallen, was für eine signifikante Entspannung sorgte, doch die VMM meldet auch, dass an 51 % der Messpunkte das Grundwasser für diese Jahreszeit noch viel zu niedrig ist.

Katrien Smet von der Flämischen Umweltgesellschaft sagte in dieser Woche gegenüber VRT NWS, das seit Ende September 100 bis 150 Liter Regenwasser pro Quadratmeter gefallen sind, doch für normale Wasserstände sorge dies noch nicht überall: „Vor allem im Osten des Landes, in Flämisch-Brabant und in Limburg bleiben die Grundwasserpegel auf einem sehr niedrigen Stand.“

Vor allem im Osten des Landes, in Flämisch-Brabant und in Limburg bleiben die Grundwasserpegel auf einem sehr niedrigen Stand.“

Katrien Smet, Flämische Umweltgesellschaft VMM

Dort sanken die Pegel schon im vergangenen Sommer auf bedenklich niedrige Stände und dort hat es in den vergangenen Tagen auch etwas weniger geregnet, als anderswo in Flandern. „Zudem ist es der Boden auch dort so geschaffen, dass das Regenwasser nicht so einfach in den Untergrund sickern kann“, so Katrien Smet weiter.

Nach Angaben der VMM-Mitarbeiterin kommt rund die Hälfte des in Flandern verbrauchten Trinkwassers aus Grundwasserquellen: „Auch die Landwirtschaft und die Natur brauchen Grundwasser. Daher ist es sehr wichtig, dass die Pegel wieder auf ihre normalen Werte kommen, damit wir gegen einen möglichen weiteren trockenen Sommer gewappnet sind.“