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Protest gegen Rechtsextremismus vor der Deutschen Botschaft in Brüssel

Mehr als 100 Menschen haben am Freitag bei einem Protest vor der deutschen Botschaft in Brüssel den  Opfern des rechtsextremen Anschlags in Halle gedacht.

"Wir stehen hier in Solidarität mit all denen, deren Leben vom Rassismus bedroht ist", sagte Bini Guttmann, Präsident des Europäischen Verbandes jüdischer Studenten. Der Angriff sei kein isoliertes Ereignis. "Wir müssen den Rechtsextremismus in all seinen Formen bekämpfen", so Guttmann.

Diejenigen, die schweigen, sind mitschuldig an dem, was in der Welt geschieht, warnte Yohan Benizri vom Koordinierungsausschuss Jüdischer Organisationen in Belgien (CCOJB). Die Teilnehmer kritisierten das Versagen der deutschen Behörden in Halle.

Am Mittwoch erschoss ein Mann zwei Personen in der Nähe einer Synagoge, nachdem er versucht hatte, die Synagoge zu stürmen. Dort feierten 51 Menschen Yom Kipur, den wichtigsten jüdischen Feiertag.