Brüssel ergreift Maßnahmen gegen Airbnb

Die Stadt Brüssel will die Verbreitung illegaler Airbnbs im Stadtzentrum begrenzen und hat zu diesem Zweck einen Aktionsplan entwickelt. Das haben Bürgermeister Philippe Close und Stadträtin Ans Persoons, zuständig für Stadtentwicklung, bekannt gegeben. "Wir wollen bis zum Ende dieser Legislaturperiode tausend Wohnungen auf den Mietmarkt zurückbringen", so Persoons.

"Airbnb ist zum großen Geschäft geworden", heißt es beim Stadtrat, "aber meistens geht es um Fachleute, die ganze Häuser und Mehrfamilienhäuser aufkaufen und dann über Airbnb vermieten. Das bedeutet, dass in bestimmten Vierteln immer weniger Mietwohnungen zur Verfügung stehen. Nicht nur die Mieten steigen, auch das Gleichgewicht zwischen Bewohnern und Touristen geht verloren."

Auf Airbnb finden wir in der Region Brüssel-Hauptstadt 7.400 Immobilien, die zu vermieten sind. Von diesen befinden sich 2.200 in Brüssel selbst. Genau 73 Prozent dieser Immobilien, oder 1.600, sind nach Angaben des Stadtrates vollständig dem Airbnb-Geschäft gewidmet.

"Die Mehrzahl der Airbnb-Häuser in Brüssel ist illegal und entspricht nicht der Brüsseler Verordnung über Touristenunterkünfte", betont Persoons. "Wir wollen vermeiden, dass wir den Weg von Städten wie Amsterdam oder Paris einschlagen, in denen die Verbreitung von Airbnb noch größere Ausmaße annimmt. Wir wollen kein Stadtzentrum, in dem nur noch Touristen übernachten."

Um Airbnb zu beschränken, setzt die Stadt zwei Mittel ein: Bußgelder gegen illegale Airbnbs, weil es sich um einen städtebaulichen Verstoß handelt oder als Leerstand besteuern. Innerhalb der Abteilung, die Verstöße gegen die Städteplanung ahnden soll, wird eine spezielle Airbnb-Gruppe eingerichtet. Im Mittelpunkt stehen die am stärksten gefährdeten Stadtteile, in denen der Airbnb-Druck am größten ist: rund um den Marktplatz, die Börse, Sint-Jacobs, Sint-Goriksplein und den Dansaert-Bezirk.

"Auf diese Weise wollen wir Druck auf die Eigentümer ausüben, die Immobilie wieder auf den regulären Mietmarkt zu bringen", so Persoons auch noch.