Mehrere hunderte Klimaaktivisten von Extinction Rebellion führen Protestaktionen vor dem Königspalast

Mehrere hundert Klimaaktivisten von Extinction Rebellion führen ihre erste Protestaktion in Belgien vor dem Königspalast in Brüssel durch. Die Aktionsgruppe will den Garten vor dem Königspalast besetzen. Sie laden König Philippe ein, den Ausnahmezustand für das Klima auszurufen. Die Polizei ist massenhaft vor Ort und hat den Platz abgeriegelt.

Extinction Rebellion ist eine Bewegung, die in Großbritannien gegründet wurde, aber seitdem weltweit präsent ist. Diese Woche gab es bereits Aktionen in mehreren Städten.

Aktionen in Amsterdam

Auch in Amsterdam haben Mitglieder der Aktionsgruppe Extinction Rebellion an diesem Samstag protestiert. Dort wurden rund 130 Klimaaktivisten verhaftet. Sie blockierten die Blauw-Brücke im Zentrum der niederländischen Hauptstadt, hatten aber keine Erlaubnis, dort zu protestieren. Da sie sich weigerten zu gehen, nahm die Polizei sie fest.

Die Brücke zwischen der Prinsengracht und der Leidsegracht in Amsterdam wird ebenfalls für Aktionen genutzt. Aktivisten liegen in Hängematten auf der Brücke und haben ein Banner an der Brücke aufgehängt.

Fürs Klima protestierende Prinzessin kurzzeitig festgenommen

Eine große Zahl von Demonstranten wurde zudem am gestrigen Freitag am Trafalgar Square in London verhaftet. Unter ihnen war die ökologisch engagierte belgische Prinzessin Esmeralda. Sie ist die Tochter von König Leopold III. und Lilian Baels und die Halbschwester von König Albert.

Die 63-jährige Esmeralda wurde in einem Kombi weggebracht, verhört und in eine Zelle gesteckt. Alles in allem war sie etwa fünf Stunden im Gefängnis, sagte sie der Zeitung L'Echo. Der Prinzessin zufolge hatte sie damit gerechnet. Ihr sei aber dennoch ein wenig mulmig auf der Polizeiwache gewesen. Es war nicht die erste Demonstration von Esmeralda und es ist wohl auch nicht die letzte, denn sie will noch öfter auf die Straße gehen: "Je mehr Menschen jeden Alters und aller Bevölkerungsgruppen sich manifestieren, desto größer ist die Wirkung." Esmeralda ist inzwischen wieder freigelassen worden.