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Gent will keine gepflasterten Vorgärten mehr

Die Stadtverwaltung von Gent will keine Baugenehmigungen für gepflasterte Parkplätze in den Vorgärten von neuen Parzellen mit Reihenhäusern erteilen. Das schreibt die Zeitung Het Nieuwsblad. Der Stadtrat will eine strengere Parkpolitik umsetzen und mehr Platz für Grünflächen in der Stadt schaffen. Doch der Plan stößt auch auf heftige Kritik.

Ein gepflasterter Weg im Vorgarten sowie eine Zufahrt zu einer Garage sind noch erlaubt. Doch will der Stadtrat den Rest der neuen Vorgärten so grün wie möglich halten.

"Eigentlich gibt es diese Regelung schon seit langem", erklärt Filip Watteeuw, Stadtrat für den öffentlichen Raum, gegenüber VRT NWS. "Im Jahr 2017 führte die flämische Regierung neue Regeln für Raumordnungspläne ein. Diese lassen mehr Spielraum für Ausnahmeregelungen zu. Wir haben einfach beschlossen, keine Ausnahmeregelungen für gepflasterte Vorgärten zuzulassen. Das ist nicht dasselbe wie die Einführung eines Verbots."

"Erstens wollen wir keine gepflasterten Vorgärten, weil sie öffentliche Parkplätze und öffentlichen Raum privatisieren. Andere Menschen, Leute aus der Nachbarschaft oder Besucher, können nicht mehr auf der Straße parken, wenn die Bewohner ihr Auto in ihren Vorgärten parken."

Die Maßnahme dient auch der Erhaltung von Grünflächen.

Die flämische nationalistische Partei N-VA, die in Gent in der Opposition sitzt, ist mit der Maßnahme des Stadtrates nicht einverstanden. Sie sagt, dass die Stadtbehörden die Anwohner mobbten. Sollte die Maßnahme umgesetzt werden, werde es nahezu unmöglich sein, noch in der Nähe seines Hauses zu parken, heißt es bei der N-VA.