Jeden Monat mindestens ein Vorfall mit Schusswaffen bei der Polizei

Mindestens einmal im Monat kommt es bei der Bundespolizei zu einem Vorfall mit einer Schusswaffe. Das zeigen Zahlen, die der flämische Christdemokrat Franky Demon von Innenminister Pieter De Crem (ebenfalls CD&V) angefordert hatte und über die die Zeitung Het Nieuwsblad an diesem Sonntag berichtet.

Doch nicht nur die Zahl der Vorfälle hat in den letzten Jahren zugenommen, es sind auch immer mehr schwere Verletzungen registriert worden. Die Ursachen sind ganz unterschiedlich: abgeprallte Kugeln, Stress bei Einsätzen, defekte Ladegeräte oder Waffen, Nichteinhaltung von Sicherheitsmaßnahmen oder nicht vorschriftsmäßiger Waffengebrauch bzw. Waffenmissbrauch.

"Der Grund für diese Zahlen ist einfach: Das liegt an der zunehmenden Gewalt gegen die Polizei", sagt Vincent Houssin von der Polizeigewerkschaft VSOA. "Gewalt, die nicht nur zunimmt, sondern auch stets schlimmer wird."

Laut Franky Demon müssten Anstrengungen unternommen werden, um die Zahl der Unfälle mit Waffen zu reduzieren. "Das kann erreicht werden, indem man sich mehr auf das Training konzentriert oder aus vergangenen Fehlern lernt", heißt es.