Nicolas Maeterlinck

Brüsseler Bürgermeister Close verbietet nächtlichen Alkoholkonsum rund um die Börse

Schon bald tritt ein Verbot in Kraft, infolge dessen der Alkoholkonsum nach Mitternacht auf den Straßen in der Fußgängerzone um die Börse mit Bußgeldern geahndet werden kann. Die Zeitung De Standaard schreibt, dass der Bürgermeister von Brüssel, Philippe Close (PS), das Verbot für die Innenstadt nutzen wolle, um gegen Belästigungen der Anwohner vorzugehen.

Das Gefühl der Unsicherheit rund um die Börse im Zentrum von Brüssel ist erneut ein Thema. "Wir sehen, dass die Belästigung ausnahmslos von Menschen verursacht wird, die unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten stehen", betont Bürgermeister Close. Ein Problem, das er mit einem Alkoholverbot aus der Welt schaffen will.

Das Verbot soll gegen Ende des Jahres in Kraft treten und gilt von Mitternacht bis 6 Uhr morgens rund um das Börsengebäude. Der genaue Umkreis muss noch festgelegt werden. Wer nach Mitternacht auf der Straße Alkohol trinkt, riskiert künftig also eine Geldstrafe von bis zu 350 Euro. Die Polizei wird regelmäßig Kontrollen durchführen und bei Bedarf die Getränke konfiszieren.

Doch: Es wird kein Verbot des Verkaufs von Alkohol eingeführt. Die Menschen dürfen auch weiterhin Alkohol in Cafés oder auf Terrassen von Brasserien trinken.

Oppositionsparteien CD&V und N-VA zufrieden

Die Oppositionsparteien, die christdemokratische CD&V und die flämisch-nationalistische N-VA, freuen sich über die Entscheidung des Brüsseler Stadtrates. Beide Parteien hatten bereits im September ein Alkoholverbot für die Gegend rund um die Börse gefordert.

Das Stadtratsmitglied für die N-VA, Mathias Vanden Borre, kündigte an, dass er die Entscheidung gerne mit dem Bürgermeister auf einer Terrasse feiern würde.