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Brüsseler Sozialunternehmen hinterlegen Streikankündigung

 

Die Sozialunternehmen in Brüssel haben eine Streikerklärung hinterlegt. Laut einer Pressemitteilung der gemeinsamen Gewerkschaftsfront müsse ab dem 5. November mit Protestkationen im Gesundheits- und Pflegebereich in der Region Brüssel-Hauptstadt gerechnet werden.

Der Grund für die Streikaufforderung ist die nicht vollständige Umsetzung des sektoralen Tarifvertrages für 2018-2019. Eine Reihe von Maßnahmen wurden zwar schon umgesetzt, aber mit dem Antritt der neuen Brüsseler Regierung würden andere Maßnahmen verschoben. "Bei der letzten Sitzung haben wir erfahren, dass ein erheblicher Teil der Maßnahmen für 2019 aufgrund von Haushaltsdisziplin und Kalenderzwängen nicht umgesetzt werden kann", heißt es in der Pressemitteilung der drei Gewerkschaften. Nach ihren Angaben drohe damit ein Verlust von 7 Millionen Euro Beitragserhöhung für die Mitarbeiter.

Die Gewerkschaften fordern Garantien, dass der Tarifvertrag vollständig eingehalten wird. Um Druck auf die Regierung auszuüben, haben sie jetzt eine Streikankündigung hinterlegt. "Wenn wir keine Antwort erhalten, werden wir am 5. November zu Protestaktionen übergehen", heißt es. Wie das genau aussehen wird, ist noch nicht bekannt, aber eine Gewerkschaftsdelegation will in verschiedenen Brüsseler Kabinetten vorstellig werden, um der Stimme des Personals Gehör zu verschaffen.

Die geplanten Aktionen am 5. November gelten nur für die Region Brüssel. Für den 24. Oktober ist eine nationale Aktion im Gesundheitswesen des Bundes geplant. Diese Aktion richtet sich gegen die Arbeitgeber, da sich die Verhandlungen über ein Branchenabkommen seit zwei Jahren hinziehen.