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Auch zwei belgische IS-Kämpfer aus kurdischem Gefängnis in Syrien geflohen

Zwei belgische IS-Kämpfer sind ebenfalls aus einem kurdischen Gefängnis im Norden Syriens geflohen. Damit ist die Gesamtzahl auf 5 gestiegen, da zuvor bereits drei Frauen aus einem Lager in Syrien geflohen waren. Das hat der OCAD-Verantwortliche Paul Van Tigchelt im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten gesagt. "Es ist eher unwahrscheinlich, dass sie unbemerkt und unkontrolliert das europäische Festland erreichen können, aber verstehen Sie mich richtig: Es ist nicht unmöglich", sagte er. 

Schon am Sonntag war bekannt geworden, dass hunderte Gefangene von Angehörigen von IS-Kämpfern aus den Lagern geflohen waren. Sie nutzten das Chaos, das jetzt dort herrscht, nachdem die Türkei eine Offensive gegen die Kurden gestartet hatte. Unter den Geflohenen waren auch 3 belgische Frauen.

Inzwischen sind zudem zwei männliche belgische IS-Kämpfer aus einem kurdischen Gefängnis in Nordsyrien geflohen. Das bestätigt Paul Van Tigchelt vom OCAD, dem Zentrum, das die Bedrohungslage in Belgien analysiert.

Van Tigchelt sagte aber auch noch, dass die Chancen für die Fünf gering seien, Europa zu erreichen. "Es ist unwahrscheinlich, dass sie das europäische Festland unbemerkt und unkontrolliert erreichen können. Diese Option ist unwahrscheinlich, aber verstehen Sie mich richtig: Es ist nicht unmöglich." Laut Van Tigchelt sei dies zum Teil auf das noch bestehende Abkommen zwischen der Türkei und Europa zurückzuführen. "Erdogan hat bereits gedroht, es aufzulösen.“

Laut den Zahlen für Belgien sind derzeit etwa 55 ausländische „Terrorist Fighters“ in der Konfliktzone in Syrien, einige von ihnen haben die belgische Staatsangehörigkeit, andere haben eine wichtige Verbindung zu Belgien. In der Gegend befinden sich auch noch 69 Kinder.