Albuquerque Journal

Belgische Suprmärkte gingen 2018 besser mit Lebensmittelabfällen um als noch 3 Jahre zuvor

Die belgischen Supermärkte haben 2018 dreimal mehr Mahlzeiten gespendet als 2015. Dies geht aus einem Bericht der Handelsunion Comeos anlässlich des Welternährungstages hervor. Der Bericht zeigt, dass Supermärkte Lebensmittelabfälle besser behandeln und deutlich weniger verbrennen.

Die Vereinten Nationen wollen am Welternährungstag, der an diesem Mittwoch stattfindet, auf Hunger und Ernährungssicherheit in der Welt aufmerksam machen. "Es ist wichtig, mit Lebensmitteln nachhaltig umzugehen. Die Vermeidung, Aufwertung und Spende von Nahrungsmittelüberschüssen kann dabei helfen", sagt Dominique Michel, CEO von Comeos.

Aus diesem Grund hat der belgische Handelsverband Comeos eine Studie über die Prävention und Valorisierung unverkaufter Lebensmittel in belgischen Supermärkten durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Supermärkte 14,4 Prozent ihrer unverkauften Lebensmittel unter anderem an Nahrungsmittelbanken, Tafeln oder andere lokale Organisationen gespendet haben.

Das entspricht mehr als 21 Millionen Mahlzeiten, eine Verdreifachung gegenüber 2015. 21 Millionen sind 57.000 Mahlzeiten pro Tag. Konkret bedeutet das, dass jeden Tag alle Bewohner von Aarschot und Herentals eine kostenlose Mahlzeit erhalten könnten.

Nicht alle unverkauften Lebensmittel können jedoch noch verschenkt werden. Der Rest wird z.B. durch Fermentation oder Verarbeitung zu Tierfutter aufgewertet und eine relativ geringe Menge verbrannt. So versuchen beispielsweise Supermärkte, unverkaufte Lebensmittel nachhaltiger zu nutzen.

Comeos freut sich, dass Händler leichter den Weg finden können, unverkaufte Lebensmittel an diejenigen zu spenden, die sie am meisten brauchen. "Außerdem wird der Einfluss von Lebensmittelabfällen auf das Klima oft unterschätzt. Der Bericht zeigt deutlich, dass Händler auch in diesem Bereich ihren Beitrag zu einem besseren Planeten leisten."

Letzte Woche wurde bekannt gegeben, dass die neun anerkannten Lebensmittelbanken in Belgien in der ersten Hälfte dieses Jahres 170.000 Menschen mit Lebensmitteln versorgt haben. Das sind 6,6 Prozent mehr als Ende 2018.