Studenten der Uni Löwen gewinnen die "World Solar Challenge" in Australien

Das „Agoria Solar Team“ aus Studenten der Katholischen Universität von Löwen (KULeuven) hat die diesjährige Ausgabe der „Bridgestone World Solar Challenge“ in Australien gewonnen. Das Löwener Team kam am Donnerstag am fünften Renntag als erste Mannschaft ins Ziel in Adelaide. Damit wurde zum ersten Mal ein Team aus Belgien Weltmeister im Rennen für mit Sonnenenergie betriebene Autos. 

Die „World Solar Challenge“ ist eine Art Weltmeisterschaft für Solarautos und führt jedes Jahr von Darwin im Norden Australiens nach Adelaide im Süden. 2019 haben 44 Teams aus 22 Ländern weltweit an diesem Rennen teilgenommen, das über eine Stecke von 3.021 km läuft.

Die Löwener KUL-Mannschaft nahm bereits zum 8. Mal an diesem prestigeträchtigen Rennen teil und konnten jetzt erstmals gewinnen. „Unglaublich!“, sagte Willem Jan Claes vom „Agoria Solar Team“ nach dem Rennen gegenüber VRT NWS: „Wir haben ein Jahr lang daran so hart gearbeitet. Wir freuen uns so sehr über diesen Sieg!“

Die Mitglieder des „Agoria Solar Teams“ haben den Sonnenwagen, mit dem sie Weltmeister geworden sind, in etwas mehr als einem Jahr Zeit völlig selbst entwickelt und gebaut, einschließlich der Batterie, der Solarzellen und des Fahrwerks sowie der Karosserie. „Man startet das Rennen mit einer vollständig aufgeladenen Batterie und darf diese während der Fahrt nur über die Sonne aufladen“, so Claes gegenüber VRT NWS.

Das Rennen war über einen längeren Zeitraum hinweg ein Kopf-an-Kopf-Wettkampf zwischen der Löwener Mannschaft und dem niederländischen „Vattenfall Solar Team“ der Technischen Universität (TU) Delft. Doch am Mittwoch entstand an deren Wagen in Führung liegend ein Brand und der Weg war für die Belgier frei. Die TU Delft musste leider sogar aufgeben.

„Wie der Name ‚challenge‘ schon sagt, ist dies kein wirkliches ‚Rennen‘. Ziel ist, zu fahren und anzukommen. Man muss schauen, dass man keine Fehler macht und es heil über die Ziellinie schafft. Wir sind sehr froh darüber, dass der Pilot der niederländischen Mannschaft lebend da herausgekommen ist. Das ist eine gefährliche Situation, die man lieber nicht erleben möchte.“, so Willem Jan Claes von der KUL. Dieses Rennen sei jedes Mal wieder eine Herausforderung und sei in diesem Jahr besonders schnell verlaufen: „Wir hatten viel Sonne und viel Rückenwind.“