Eine Frau aus Belgien auf der „Most-Wanted-Liste“ von Europol

Auf der aktuellen „Most-Wanted-Liste“ von Europol, auf der viele der meistgesuchten Kriminellen firmieren, sind jetzt auch Frauen aufgeführt. Eine davon ist Hilde Van Acker, eine gesuchte Mörderin aus Sint-Niklaas in Ostflandern. Sie und die anderen von Europol gesuchten Frauen werden jetzt im Rahmen der Kampagne „Crime has no gender“ aufgeführt. 

Auf der erneuerten „Most-Wanted-Liste“ von Europol, dem Kooperationsverband der europäischen Polizeidienste, sind 21 Kriminelle aufgeführt. 18 davon sind Frauen. Und eine dieser Frauen ist eine Belgierin: Hilde Van Acker aus Sint-Niklaas. Sie wird seit 1996 gesucht, nach dem sie mutmaßlich gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Jean-Claude LaCote einen britischen Geschäftsmann in De Haan an der Nordseeküste ermordet hat. Beide befanden sich damals bereits in Haft, wurden aber aus Mangel an Beweisen wieder laufengelassen.

Sofort danach flohen sie in Richtung Südafrika, wo sie heute noch vermutet werden. Beide sind auch des mehrfachen Betrugs verdächtig. In diesem Zusammenhang wurde offenbar auch der britische Geschäftsmann ums Leben gebracht, denn diesen haben Van Acker und LaCote seinerzeit offenbar um viel Geld „erleichtert“. Die beiden Gesuchten wurden 2011 in Abwesenheit von einem belgischen Gericht in einem Indizienprozess zu lebenslanger Haft verurteilt. Seit dem steht das Paar auch auf der „Most-Wanted-Liste“ des FAST-Teams der belgischen Bundespolizei, eine Art „schnelle Eingreiftruppe“ für heikle Ermittlungen und Festnahmen.