Limburg: 436 Fässer mit Drogenabfällen auf die Straße gesetzt

In Bocholt in der flämischen Provinz Limburg hat ein Postbote am frühen Freitagmorgen auf seiner Runde insgesamt 436 Fässer und Kanister mit chemischen Abfällen aus der Drogenproduktion entdeckt. Polizei und Zivilschutz kümmerten sich um die Sicherung und um den sicheren Abtransport der Behälter.

Nach Angaben der Polizei befinden sich in den Behältern 10.000 bis 15.000 Liter chemische Produkte. Einige der Kanister sind zudem beschädigt. Um welche chemischen Substanzen es sich bei dem Fund genau handelt, muss noch festgestellt werden, doch jetzt ist bereits deutlich, dass darunter auch gefährliche Produkte sind.

Die Feuerwehr von Bocholt und Umgebung sicherte den Fundort weiträumig ab, da aus beschädigten Behältern Flüssigkeiten ausgelaufen waren. Der Zivilschutz und die Drogenfahndung rückten mit einem mobilen Labor an.

Polizei und Staatsanwaltschaft rufen die Bevölkerung in diesem Zusammenhang noch einmal dazu auf, wachsam zu sein und bei verdächtigen Funden, wie diesem hier, sofort die Polizei zu rufen. Über die kostenlose Telefonnummer der Bundesstaatsanwaltschaft 0800/20.877 können anonym Zeugenaussagen getätigt werden.

In der Provinz Limburg und hier genauer in der Nähe der niederländischen Grenze, werden derartige Funde recht häufig gemeldet. Doch diese enorme Ansammlung von Behältern mit chemischen Drogenanfällen ist der weitaus größte Fund dieser Art, meldet die Staatsanwaltschaft.