ATP Antwerpen: Andy Murray macht Traumfinale gegen Stan Wawrinka perfekt

Andy Murray hat beim ATP-Tour-250-Turnier in Antwerpen das Finale erreicht. Der ehemalige Weltranglistenerste gewann in der Vorschlussrunde des mit 711.275 Euro dotierten Hallen-Hartplatzturniers in Belgien den Franzosen Ugo Humbert (ATP 70) mit 3:6, 7:5, 6:2.

In Antwerpen scheint der dreimalige Grand Slam-Sieger nun wieder in Richtung der alten Form angelangt zu sein. Nach seinen vorausgegangenen Erfolgen gegen Kimmer Coppejans (ATP 158), gegen den an Nummer acht gesetzten Pablo Cuevas (ATP 45) sowie zuletzt im Viertelfinale gegen Marius Copil (ATP 92) hatte Murray auch gegen Umbert seine alte Klasse aufblitzen lassen.

Es war ein unangenehmer Gegner, den Murray in seinem ersten Tour-Halbfinale nach zweieinhalb Jahren erwartete. Humbert kletterte in diesem Jahr erstmals in die Top 50, erzielte seine ersten Erfolge auf der Tour und steht im Race to Milan derzeit auf dem achten Rang.

Nach engem Beginn war es dann auch der Franzose, der das erste Break zum 3:2 landen konnte und in der Folge bei eigenem Aufschlag nichts mehr zuließ. Mit 6:3 brachte der 21-Jährige die Satzführung unter Dach und Fach.

Im zweiten Durchgang sah es früh – wie so oft in den vergangenen Wochen – nach einem Comeback des zweifachen Olympiasiegers aus, im vierten Spiel des Satzes gelang Murray sein erstes Break. Doch zum großen Unmut des Schotten hielt der Vorsprung nicht lange und Humbert gelang prompt das Rebreak. Bis zum 6:5 blieb alles in der Reihe, dann erkämpfte sich Murray aus dem Nichts drei Satzbälle. Beim dritten servierte Humbert einen Doppelfehler und schenkte dem dreifachen Major-Sieger damit den Satzausgleich.

Das Momentum konnte der Schotte nutzen und nach Abwehr von Breakbällen selber zum 2:0 breaken. Nach dem noch etwas wackligen ersten Durchgang und dem stabileren zweiten Satz kam der 32-Jährige jetzt endgültig in Fahrt und bezwang seinen elf Jahre jüngeren Gegner nach 2:22 Stunden mit 3:6, 7:5, 6:2.

Im Endspiel (Sonntag um 16:00 Uhr) bekommt es Murray nun mit Wawrinka zu tun. Der Schweizer steht nach seinem Sieg über das südtiroler Nachwuchstalent Jannik Sinner in seinem 30. ATP-Finale, seit Genf 2017 konnte der Schweizer allerdings kein Turnier mehr gewinnen.

(c) Peter De Voecht / PhotoNews