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Kataloniens Ex-Regionalpräsident Puigdemont bleibt in Belgien auf freiem Fuß: Demo in Brüssel

Kataloniens ehemaliger Regionalpräsident Carles Puigdemont (Foto), der seit zwei Jahren in Belgien lebt,  hat sich freiwillig bei der Polizei in Brüssel gemeldet. Hintergrund ist ein neuer internationaler Haftbefehl, den Spanien am vergangenen Montag gegen ihn erlassen hat. Im Zuge der Verurteilung von neun Separatisten durch den höchsten Gerichtshof in Madrid war auch erneut ein Haftbefehl gegen Puigdemont ausgestellt worden.

Eine Nacht verbrachte er laut der Brüsseler Staatsanwaltschaft in Gewahrsam. Danach setzte ein Richter Puigdemont dann unter Auflagen auf freien Fuß. So darf er Belgien nicht verlassen und er muss ständig erreichbar sein.  Puigdemont muss am 29. Oktober in Brüssel vor der Justiz erscheinen. Erst dann wird über den Auslieferungsantrag aus Madrid entschieden.

Puigdemont ließ wissen, er widerspreche den Vorwürfen der spanischen Justiz. Die wirft ihm Aufruhr und Zweckentfremdung öffentlicher Gelder vor.

Unter der damaligen Regierung von Puigdemont wurde 2017 das eigentlich verbotene Unabhängigkeitsreferendum abgehalten, das die aktuelle Katalonien-Krise ausgelöst hat. Im selben Jahr floh Puigdemont nach Belgien. 

Solidaritätskundgebung in Brüssel

Etwa 120 Katalanen haben am Sonntag in Brüssel an einer Solidaritätskundgebung für den ehemaligen Regierungschef der katalanischen Regionalregierung, Carles Puigdemont, teilgenommen. Sie versammelten sich vor dem Haus in der Brüsseler Vorstadt Waterloo, wo er derzeit wohnt. Die Kundgebung endete am Hauptbahnhof in Brüssel. (Quelle: brf, Euronews, dpa, AFP)