Die jüngeren Belgier rechnen nicht mehr mit einer gesetzlichen Rente

Eine Umfrage des belgischen Unternehmerverbandes VBO zeigt, dass rund die Hälfte der jungen Leute in unserem Land nicht mehr mit einer gesetzlichen Rente rechnen. Der Verband entnimmt seiner Umfrage, dass viele Jugendliche heute kein Vertrauen mehr in Politik und Behörden haben, denn für sie wichtige Probleme werden nach wie vor nicht gelöst. Das sind in erster Linie die Renten und die Mobilität.

Der VBO befragte 814 Jugendliche zwischen 17 und 28 Jahren, die entweder einen Job haben oder noch studieren. Daraus ist ersichtlich, dass diese Generation nicht mehr mit dem Staat rechnen, um wichtige Probleme zu lösen. Die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass es keine gesetzliche Rente mehr gibt, wenn sie das eigentliche Rentenalter erreicht haben.

Eine andere Feststellung ist die, dass viele junge Leute weiter auf das Auto zählen, um zur Arbeit zu fahren. 7 von 10 Befragten gehen davon aus, dass die Regierungen es nicht schaffen, das Stauproblem zu lösen, indem sie eine vernünftige Verkehrsalternative ausarbeiten. Der VBO ist seit längerem schon für die Einführung eines Mobilitätsbudgets für Arbeitnehmer, um den Einstieg in den Nahverkehr zu fördern.

Drei Viertel der befragten Jugendlichen ist auf der anderen Seite davon überzeugt, dass lebenslanges Lernen wichtig ist und bleibt. Pieter Timmerman, der CEO des Unternehmerverbandes VBO, weist darauf hin, dass diese Umfrage doch eine flexible und ambitionierte Jugend zeige. Seiner Meinung nach wollen die jungen Menschen heute ‚up-to-date‘ bleiben wollen und auf Selbständigkeit zählen, um weiter zu kommen.