Flanderns Landwirtschaft investiert mehr gegen die Trockenheit

In den vergangenen drei Jahren hatte besonders die Landwirtschaft im belgischen Bundesland Flandern mit der Trockenheit in den heißen Sommern zu kämpfen. Mittlerweile aber ergreifen die Bauern Maßnahmen dagegen, z.B. mit großen Wasserauffangbecken. Einige flämische Gemeinden reagieren auf ihre Art auf die Trockenheit, wie das Beispiel Asse (Flämisch-Brabant) zeigt.

Die flämische Landesregierung hatte den heißen Sommer 2017 als Katastrophe anerkannt. Damals wurden, wie die flämische Tageszeitung De Morgen berichtet, reichten betroffene Landwirte insgesamt 3.198 Schadensdossiers ein. Im darauf folgenden Jahr wurden sogar knapp rund 12.000 Fälle eingereicht. Doch inzwischen verlassen sich die Landwirte nicht mehr nur auf nachträgliche Entschädigungen, sondern sie investieren in Gegenmaßnahmen - wenn auch mit Hilfe von Zuschüssen aus der flämischen Landeskasse.

Am häufigsten investieren die Bauern in Wasserreserven, bzw. in Auffangbecken. Nach Angaben das flämischen Investierungsfonds für die Landwirtschaft flossen 2017 3.2 Millionen Euro in solche Anlagen und letztes Jahr schon 13,2 Millionen Euro.

Das Geld dafür kommt aus einem Zuschusstopf für Wassermaßnahmen der Landesregierung. 30 % davon stammt aus dem Amt für Landwirtschaft und Fischerei. Im vergangenen Jahr wurden 214 Anträge auf einen solchen Zuschuss gestellt und knapp 1 Million Euro wurden ausgeschüttet. Schon jetzt im laufenden Jahr wurden 488 Anträge eingereicht, die rund 3,9 Millionen Euro betreffen, so De Morgen.

Auch Gemeinden reagieren auf die Trockenheit

In Asse in der Provinz Flämisch-Brabant, ist in diesen Tagen ein riesiger Wassertank für eine nachhaltige Trinkwasserreserve in Betrieb genommen worden (Foto unten). Dieser Tank hat einen Durchmesser von 38 Metern und kann 17 Millionen Liter Wasser fassen. Dadurch müssen sich die Bewohner aller Ortschaften innerhalb der Gemeinde Asse in Zukunft keine Sorgen mehr über ihre Versorgung mit Trinkwasser machen.

Marleen Porto-Carrero von der lokalen Wassergesellschaft Farys sagte dazu: „Das ist ein guter Puffer z.B. im Sommer, wenn die Leute mehr Wasser verbrauchen oder bei Problemen mit Wasserleitungen“. Dieser Tank, der schlicht und einfach Regenwasser sammeln wird, kostete die Wassergesellschaft 9,5 Mio. €. Im kommenden Jahr wird dort ein zweiter derartiger Tank installiert. 

Mozkito