Streikende Sicherheitsleute sorgten für Probleme in Zaventem und bei der Nato

Derzeit laufen Gespräche für einen neuen Tarifvertrag für den Sicherheits- und Bewachungssektor in Belgien. Doch dieser laufen nicht wirklich im Sinne der Gewerkschaften. Sie kündigten Aktionen an, die am Dienstagmorgen gegen 6 Uhr bei der Nato in Evere bei Brüssel begannen (Foto).

.Am frühen Morgen zogen rund 350 Mitarbeiter aus Bewachungssektor vor das Hauptquartier der Nato im Brüsseler Stadtteil Evere. Das führte dazu, dass am Brussels Airport in Zaventem nicht ausreichend Sicherheitspersonal vorhanden ist. Dort wurden die Warteschlangen zum Einchecken ab etwa 7 Uhr am frühen Morgen schnell länger, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers angab. Die Aktion betrifft in erster Linie die Kontrolle von Handgepäck am Flughafen.

Am Brussels Airport wird dazu aufgerufen, früher dort zu erscheinen. Am besten 2 Stunden vor dem Abflug im Schengen-Bereich und 3 vor dem Abflug für andere Flugziele, so eine Sprecherin am Nationalflughafen. Die Gewerkschaften im Sicherheits-, Wach- und Schließsektor in Belgien wollen in erster Linie Lohnerhöhungen, um die Kaufkraft der Mitarbeiter zu erhöhen, Zuschläge für Flexibilität und für die angebotene Qualität der Arbeit.

Dieser Tarifstreit dauert schon sehr lange

Im Laufe des Vormittags entspannte sich die Lage im Nationalflughafen wieder. Der Tarifstreit bzw. der Sozialkonflikt der Sicherheitsleute in Belgien ist übrigens am Brussels Airport in Zaventem entstanden. Vor Monaten beklagten sich die Mitarbeiter der entsprechenden Dienste dort schon über ihre zu schlechte Bezahlung bei sehr flexiblen Arbeitszeiten und seinerzeit fanden eben dort auch die ersten Aktionen im Form von Warn- oder Bummelstreiks statt.

Eine Schlichtung muss eine Lösung bringen

Doch die Tarifverhandlungen fuhren sich fest. Die Arbeitgeber argumentieren mit einer Verweigerung von signifikanten Lohnerhöhungen auf die Lohnnorm der Bundesregierung, die per Gesetz festlegt, dass es keine Erhöhung über 1,1 % geben darf. Zudem werden die Zuschläge für Nachtarbeit, für Sonntags- oder Feiertagsarbeit oder für 12 Stundenschichten auf Basis der geltenden Mindestlöhne in unserem Land für diesen Sektor berechnet.

Am Mittwoch treffen sich Vertreter der Gewerkschaften und der Arbeitgeber in diesem Sektor zu neuen Gesprächen, die ein Schlichter begleiten soll. Scheitern auch diese Verhandlungen, soll e spätestens am Freitag wieder zu Aktionen kommen - dieses Mal direkt am Flughafen. Ganz nebenbei bemerkt, am Freitag beginnen in Belgien die Herbstferien…