Erstes Treffen zwischen den neuen Ministerpräsidenten Flanderns und der Wallonie

Am Mittwoch haben sich die neuen Ministerpräsidenten der beiden belgischen Bundesländer Flandern und Wallonien zu einem ersten gemeinsamen Austausch getroffen. Dabei ging es ausdrücklich nicht um das Thema Regierungsbildung auf föderaler Ebene, sondern um Bereiche in der Innen- und Wirtschaftspolitik, die konkret die Regionen betreffen.

Flanderns Ministerpräsident Jan Jambon von den flämischen Nationaldemokraten N-VA (Foto oben links) und Elio Di Rupo von den frankophonen Sozialisten PS (Foto oben rechts) haben sich am Mittwoch in Brüssel zum ersten Mal zu gemeinsamen Gesprächen getroffen. Das Treffen am Sitz der flämischen Landesregierung verlief in einer angenehmen und positiven Atmosphäre, wie allen Beteiligten deutlich anzumerken war.

Jambon und Di Rupo besprachen bei ihrem Treffen ausschließlich Themen, die die beiden Länder betreffen, wie z.B. die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexit auf Flandern und die Wallonie. Weitere Bereiche waren der Arbeitsmarkt bzw. die Arbeitsplatzbeschaffung vor dem Hintergrund, dass flämische Arbeitgeber auf Suche nach Bewerbern aus der Wallonie sind, um anhaltend offene Stellen dringend besetzen zu können.

Doch auch die gemeinsamen Interessen in der Außenpolitik, die ebenfalls die Wirtschaft betreffen können, waren angesprochene Themen. Nicht zuletzt wurden auch die Einführung eines 5G-Netzes zum schnellen Internet angesprochen. Dabei stand die Warnung aus den USA zur Debatte, dabei nicht auf den chinesischen Anbieter Huawei zurückzugreifen. Und nicht zuletzt besprechen auch die Länder und Regionen in Belgien das Thema Klimaschutz, was auch am Mittwoch zwischen Jambon und Di Rupo ein wichtiges Thema war.