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Zwei neue Verhaftungen nach Drama mit 39 toten Chinesen in Essex

Die britische Polizei hat zwei weitere Personen im Zuge der Untersuchung des Essex-LKW, in dem die Leichen von 39 Chinesen gefunden wurden, verhaftet. Es handelt sich um einen Mann und eine Frau aus Nordirland, beide 38. Unter den Opfern sollen sich auch Vietnamesen befinden.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde in Essex im Südosten Englands ein LKW mit einem Kühltransporter mit 39 Leichen gefunden. Am gestrigen Donnerstag schien es, als hätten die Opfer allesamt die chinesische Staatsangehörigkeit.

Der Fahrer, der den Truck zurückgelassen hat, konnte aufgespürt und verhaftet werden. Es handelt sich um einen 25-jährigen Mann aus Nordirland. Er steht unter Mordverdacht und bleibt vorerst in Haft.

An diesem Freitag hat die britische Polizei zwei weitere Personen verhaftet. Es handelt sich um einen Mann und eine Frau, beide 38 Jahre alt, die ebenfalls aus Nordirland stammen. Sie stehen im Verdacht, Menschenhandel zu betreiben. Außerdem wird ihnen Totschlag vorgeworfen. Sie wurden in Warrington, im Norden Englands, verhaftet.

Inzwischen gibt es Zweifel, ob die Opfer alle die chinesische Staatsangehörigkeit haben. Möglicherweise sind auch Vietnamesen unter den Opfern.

So bezeugt die Familie einer Vietnamesin, dass diese 35.000 Euro bezahlt habe, um sie nach England zu schmuggeln. Am Dienstag schickte die Frau ihrer Mutter eine Reihe von SMS, in denen sie sagte, dass sie nicht atmen könne und sterben würde. Seitdem hat sie kein Lebenszeichen mehr von sich  gegeben. Die Mutter befürchtet daher, dass ihre Tochter unter den Opfern ist.

Der britische Sender BBC stand in Kontakt mit zwei weiteren Vietnamesen, die befürchten, dass ein Familienmitglied von ihnen im Kühlwagen war. Die Identifizierung aller Opfer ist noch im Gange. Auch die Todesursache wird noch untersucht.