Umfrage: Brüssel ist sicher, aber viele ärgern sich über zu viel Verkehr und Müll

Die Region Brüssel Hauptstadt hat erstmals eine Umfrage zum Thema „Prävention und Sicherheit“ ausführen lassen. Während die Befragten angeben, sich im Allgemeinen sicher zu fühlen, ärgern sie sich am meisten über Müll und Verkehrsprobleme in der Hauptstadtregion.

Die Umfrage war 2018 bei 2400 Personen durchgeführt worden: 1800 Brüsseler, 400 Pendler und 200 Touristen.

48 Prozent der Bürger und 45 Prozent der Pendler fühlen sich, dreieinhalb Jahre nach den terroristischen Anschlägen, in Brüssel sicher. Der Anteil der Personen, die sich unsicher fühlen, ist in den letzten zehn Jahren mehr oder weniger stabil geblieben, so Jamil Araoud, Generaldirektor von „Brussels Prevention and Safety“.

10 Prozent der Befragten gaben an, sich oft oder immer unsicher zu fühlen. 44 Prozent der befragten Einwohner sagten aus, sie hätten einen Gegenstand dabei (vom Regenschirm bis zum Pfefferspray), um sich zu verteidigen.

Nur selten erstatten die Befragten Anzeige, wenn sie Opfer von Diskriminierungen (2 Prozent), Beschimpfungen (5 Prozent) oder Einschüchterung (8 Prozent) werden. Die meisten sind überzeugt, dass eine Anzeige nichts bringt.

Den meisten Ärger und die größte Verunsicherung werden nicht von Delikten verursacht, sondern von herum liegendem Müll und hohem Verkehr, von Umweltschmutz und Rasern. Eine Reihe von tödlichen Verkehrsunfällen infolge von überhöhter Geschwindigkeit haben die Brüsseler in diesem Jahr aufgeschreckt.

BELGA/DOPPAGNE