Vor 30 Jahren: Die Kohlenzeche von Beringen wird geschlossen

Vor genau 30 Jahren, am 28. Oktober 1989, wurde die Kohlenzeche von Beringen in der flämischen Provinz Limburg geschlossen. Dieser Tag war ein schwarzer Tag für die Zechenstadt Beringen und für die Provinz Limburg, denn damals verloren rund 6.000 Kumpel auf einen Schlag ihren Arbeitsplatz. 

In Beringen wurden zwischen 1922 und 1989 fast 80 Millionen Tonnen Steinkohle aus den Stollen geschlagen und zu den besten Zeiten der Kohleförderung an diesem Standort arbeiteten dort bis zu 6.700 Kumpel. Mit der Schließung der Zeche Beringen am 28. Oktober 1989 erlebte die Steinkohleförderung in der Kohleprovinz ihren vorletzten Akt.

Bis zum Jahresende 1992 wurde auch die letzte limburgische Zeche in Zolder geschlossen. Viele der Kumpel wurden danach in Rente geschickt, auch wenn sie noch kein wirkliches Rentenalter erreicht hatten. Andere, vor allem die Jüngeren, suchten teilweise jahrelang nach einem neuen Job.

Die Pläne für die Rekonversion des Zechenstandortes Beringen sind in der Tat erst 2009 entstanden.“

Beringens Bürgermeister Thomas Vints 30 Jahre nach der Zechenschließung

Inzwischen hat sich auch in Limburg ein Strukturwandel vollzogen und alle Zechenstandorte und Minen bekamen eine neue Funktion. Nur in Beringen hat es etwas länger gedauert, bis die Rekonversion greifen konnte, wie der heutige dortige Bürgermeister Thomas Vints (CD&V) gegenüber dem VRT-Regionalsender Radio 2/Limburg andeutete:

„Die Pläne für die Rekonversion des Zechenstandortes Beringen sind in der Tat erst 2009 entstanden. Mit der Entwicklung des Projekts be-MINE, mit dem Schwimmbad und mit dem Tauchzentrum Todi ist es uns gelungen, 300 Menschen Arbeit zu geben. Das steht in schrillem Kontrast zu den 6.000 Kumpeln, die früher hier gearbeitet haben, doch durch die jüngsten Entwicklungen merken wir, dass wir in der Region wieder vorkommen.“