Ein Toter und zwei Verletzte beim Einsturz eines Hauses in Mons

In Mons in der wallonischen Provinz Hennegau ist am Dienstagmittag ein Haus eingestürzt. Dabei kam nach Angaben der Stadt und der Polizei eine Person ums Leben und zwei weitere Personen wurden leicht verletzt. Der Einsturz erfolgte nicht nach einer Explosion, wie zuerst gemeldet wurde, sondern aufgrund von statischen Problemen, denn an dem Gebäude in der Rue des Juifs wurde gerade umfassend gearbeitet.

Bei dem Einsturz wurde die gesamte erste Etage des mehrstöckigen Wohnhauses in Mons zerstört. Der Mieter dieser Etage kam bei dem Einsturz, der gegen 13 Uhr am Dienstagmittag passierte, ums Leben. Zwei weitere Personen mussten verletzt aus den Trümmern des Gebäudes befreit werden. Bei den beiden Verletzten handelt es sich um Bauarbeiter, die dort beschäftigt waren.

Offenbar wurden in den oberen Stockwerken Baustoffe zu einer späteren Verwendung gelagert, was aber die Statik des Hauses beeinflusste und somit zu der Katastrophe geführt haben könnte, so ein Arbeitsauditor, der zu der Unfallstelle gerufen wurde. Spürhunde hatten nach weiteren Opfern gesucht, denn zeitweise wurde angenommen, dass eine schwangere Frau, die ebenfalls in dem Haus wohnte, unter den Trümmern verschüttet worden sein könnte.

Derzeit müssen die Feuerwehr von Mons und der Zivilschutz das Gebäude und die beiden Nachbarhäuser stabilisieren, um weitere Probleme zu vermeiden. Um die Unglücksstelle herum wurde ein Sicherheitsperimeter abgesperrt. Die Stadtverwaltung von Mons hat unterdessen Katastrophenalarm erlassen und die Strom- und Gasversorgung des betroffenen Gebäudes unterbrechen lassen, um einem Brand oder einer Gasexplosion zuvorzukommen.

Das Sozialamt von Mons gab an, die Bewohner der eventuell einsturzgefährdeten Nachbargebäude aufzunehmen, solange diese ihre Wohnungen nicht betreten dürfen. Zudem werden die evakuierten Betroffenen sowie die Angehörigen der Opfer psychologisch betreut.