Fichtenholz in Belgien momentan günstig wie nie: Schuld ist der Borkenkäfer

Bei öffentlichen Holzverkäufen hat sich der Preis je Festmeter Fichtenholz mehr als halbiert. Normalerweise muss 30 bis 35 Euro pro Festmeter gezahlt werden, dieses Jahr aber nur 15 Euro. Der Grund: Der Holzmarkt ist übersättigt, weil in ganz Europa massiv Fichten und Tannen geschlagen werden müssen. Die Bäume sind vom Borkenkäfer befallen.

"Um die Verbreitung des Borkenkäfers möglichst zu vermeiden, werden viele Bäume gefällt", erklärte Jan Seynaeve im Frühstücksmagazin des VRT-Radios. Dies muss relativ schnell geschehen, da der Baum schnell abstirbt. "Wenn der Baum  erst einmal tot ist, ist er kaum noch etwas wert."

Es wird viel Holz geschlagen, also kommt auch viel Holz auf den Markt. Und das hat Konsequenzen für den Preis. "Weil so viel Holz geschlagen wurde, ist der Holzmarkt gesättigt und der Preis sinkt.“

Das ist nicht nur in unserem Land ein Problem, auch in Deutschland, Schweden und Tschechien wurden Millionen Kubikmeter Holz geschlagen.

Wofür wird es verwendet? "Eine Fichte kann für alles verwendet werden: Spanplatten, Energie, Paletten, Möbel, Papier. Aber wenn sich die Qualität verschlechtert, werden die Verwendungsmöglichkeiten immer geringer." Als Brennholz ist die Fichte nicht sehr interessant.  

Was sind die Folgen für unsere Wälder? "Viele Fichten werden gefällt, weil es dringend notwendig ist. Aber ich denke, dass es schlussendlich weniger Holz geschlagen wird, weil fast nichts mehr verkauft wird. Vor allem Importe haben jetzt einen großen Einfluss auf den Preis.“