Sie können jetzt in Flandern kontrollieren, ob Ihr Boden verschmutzt ist und ihn kostenlos sanieren lassen

Ab diesem Dienstag können Sie in Flandern überprüfen, ob Ihr Land oder Grundstück verseucht ist. Dies erfolgt über die Webseite degrotegrondvraag.be. Wenn Ihr Land verseucht und Sie nicht dafür verantwortlich sind, wird die flämische Regierung das Land kostenlos reinigen.

Seit Mai läuft das Projekt probeweise für drei Gemeinden, jetzt ist es auf 83 flämische Gemeinden ausgeweitet worden (der Rest wird in den kommenden Monaten folgen). Auf der Webseite ist eine Raumordnung aus Grundstücken und Eigentümern zu finden, die angibt, welche Flächen und Parzellen verunreinigt sind und welche nicht. Sollte Ihr Grund also verunreinigt sein, wird die flämische Regierung das Land in den kommenden Jahren kostenlos sanieren.

"Es handelt sich um eine "historische Verschmutzung" oder "Gefahrenboden". Jeder, der persönlich für die Verschmutzung verantwortlich ist, hat keinen Anspruch auf die kostenlose Sanierung. Etwa 85.000 Standorte in Flandern haben ein erhöhtes Verschmutzungsrisiko. Die Hälfte davon wurde nie untersucht. Und das soll jetzt geschehen. Seit einer Änderung des Dekrets im letzten Jahr haben auch Privatpersonen Anspruch auf eine Freistellung, wenn ihr Land oder Eigentum verseucht ist und wenn es nichts gibt, was Sie selbst dagegen tun können.

„Noch müssen etwa 41.000 Dossiers bearbeitet werden. Die flämische Regierung will, dass bis 2028 alles untersucht ist, bis 2036 muss zumindest die Dekontamination überall begonnen haben, und wenn möglich, soll sie bis dahin abgeschlossen sein", sagt Jan Verheyen vom öffentlichen flämischen Entsorgungsunternehmen OVAM.

Welche Böden sind verseucht?

Die Böden, die verseucht sind, können ganz unterschiedlicher Natur sein. Natürlich seien das Grundstücke unweit von Fabriken oder großen Industrieanlagen. Doch in den meisten Fällen würden diese bereits gereinigt. Es könne sich aber auch um Grund handeln, auf dem irgendwann in den 1960er Jahren eine chemische Reinigungsanlage stand. Oder eine Werkstatt oder eine Tankstelle oder eine Druckerei. „Dies sind alles Risikoaktivitäten, die zu Umweltverschmutzung führen können.“ Und das alles muss auf lange Sicht saniert werden.

Wie funktioniert das? Und was passiert danach?

Sind Sie Besitzer eines Grundstücks, können Sie auf der Webseite www.degrotegrondvraag.be nachsehen, ob Ihr Land zu den potenziell verschmutzten zählt.

Ganz einfach: Sie geben Ihr Adresse ein. Und auf der Grundlage der von den flämischen Städten und Gemeinden verfügbaren Informationen können Sie sofort erkennen, ob es sich bei dem Grundstück um ein Gefahrengebiet handelt. In diesem Fall zeigt OVAM Schritt für Schritt an, was Sie tun können, um den Boden wieder gesund zu machen.

"Diejenigen, die einen Risikogrund besitzen, müssen sich keine Sorgen machen. Denn nicht jeder Risikobereich muss saniert werden. Eine erste Bodenuntersuchung liefert in erster Linie Informationen und Sicherheit über den Boden. Wenn eine Sanierung erforderlich ist, was in 15 Prozent der Fälle der Fall ist, überwacht OVAM den gesamten Prozess", ergänzt Verheyen.