Sabotage im AKW Doel vor 5 Jahren - Polizei verbreitet Phantombild

Im August 2014 hatte ein bislang Unbekannter am Atommeiler Doel 4 im gleichnamigen Kernkraftwerk bei Antwerpen ein Ventil an einer Turbine geöffnet, wodurch Unmengen an Öl ausgelaufen waren, was dazu führte, dass der Meiler abgeschaltet werden musste. Jetzt, gut 5 Jahre nach dem Vorfall, kommen die Ermittlungen in eine neue Phase.

Die Polizei veröffentlichte jetzt ein Phantombild (Foto), das einen Mann mit Brille und Schutzhelm zeigt. Ein etwa so aussehender Mann soll sich zum Zeitpunkt der Sabotage, die für rund 100 Mio. € Unkosten gesorgt hatte, auf dem Gelände des Atomkraftwerks aufgehalten haben. 

Ein Zeuge gab nach erneuten Befragungen durch die Polizei an, einem solchen Mann begegnet zu sein. Dieser habe ihn, der Befragte gehörte zum Aufsichts- und Wachpersonal, von dem bewussten Ventil wohl ferngehalten. Damals, am 5. August 1914, befanden sich 56 Mitarbeiter im AKW bzw. auf dessen Gelände.

Sie wurden und werden immer wieder befragt. Das geöffnete Ventil sorgte dafür, dass 65.000 Liter Schmieröl auslaufen konnten, die eigentlich die Zahnräder einer Turbine schmieren und kühlen sollten. Ein Mitarbeiter hatte bei der Beobachtung der Anlage festgestellt, dass die Turbine heiß lief und kein Öl mehr aufwies.

Die belgische Bundespolizei schließt inzwischen ein terroristisches Motiv aus, sucht aber immer noch nach dem Täter und den Hintergründen für die Tat.