Das Fleisch von Roten Rind aus Westflandern steht unter regionalem Schutz in der EU

Das einmalige Fleisch der „Roten Rasse von Westflandern“, einer inzwischen seltenen Rinderrasse, die fast nur hier vorkommt, wird von der Europäischen Union als regional geschütztes Produkt anerkannt. Die Tiere, die dieses Fleisch liefern, müssen in Westflandern geboren sein, gelebt haben und geschlachtet worden sein. Mit diesem Label ist dieses Fleisch in Zukunft vor Missbrauch sicher.

Das westflämische „Rote Rind“ ist seit dieser Woche hat seit dieser Woche das EU-Label „Geschützte Ursprungsnennung“. Das freut besonders den Metzger Hendrik Dierendonck aus Koksijde, der dieses Fleisch und diese einmalige Rinderrasse seit langem anbietet und promotet: „Mein Vater arbeitete daran schon lange mit. Wir waren so begeistert, dass wir dieser Rasse wieder zu Bekanntheit verhelfen wollten.“

Dabei bekam die Metzgerfamilie Unterstützung von flämischen Sterneköchen, wie Peter Goosens und Sergio Herman: „Wir haben alle zusammen darin investiert. Das ist wirklich eine enorme Anerkennung.“ 

Fleisch ist wie Wein.“

Metzger Hendrik Dierendonck aus Koksijde

Das „Rote Rind“ aus Westflandern ist eine fast vergessene Rasse, denn es schien für die meisten Züchter und Schlachter nicht wirklich interessant zu sein, wie Hendrik Dierendonck erzählt: „Das ist ein Tier, dass man aus Liebe züchtet und nicht für das Geld. Es ist etwas kleiner als andere Rinder und etwas grober in seiner Struktur.“

„Fleisch ist wie Wein“, so der Metzger aus Koksijde, denn „ein Tier, dass 15 km weiter grast, schmeckt anders. Darum ist Ursprung so wichtig. Die Westhoek (der westflämische Zipfel im Dreieck französische Grenze und Nordseeküste (A.d.R.)) liegt uns so nahe am Herzen, dass man es als Regionalprodukt anerkannt haben will. Ohne das ‚Westflämische Rote Rind‘ in der Fleischtheke zu haben, ist man kein echter Metzger aus der Westhoek.“