EU-Kommission: "Belgiens Haushaltsdefizit wird auf 2,6 % steigen"

Die Europäische Kommission geht davon aus, dass das Haushaltsdefizit in Belgien in den nächsten drei Jahren weiter stark ansteigen wird. In diesem Jahr soll das Defizit bei 1,7 % des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) liegen, um nächstes Jahr auf 2,3 % zu steigen. Für 2021 erwartet die EU-Kommission ein Defizit von 2,6 %. Das wäre neben Italien das höchste Haushaltsloch in der gesamten Eurozone.

Die EU-Kommission veröffentlichte am Donnerstag ihre wirtschaftlichen Herbstprognosen und dabei kommt Belgien vor allem in Sachen Haushaltspolitik und Haushaltsdefizit nicht besonders gut weg.

Schon im vergangenen Frühjahr, als die belgische Bundesregierung schon seit vier Monaten als geschäftsführende Minderheitsregierung im Amt war (was sie heute übrigens noch immer ist), ging die Europäische Kommission noch von einem Anstieg des Defizits im Vergleich zu 2018 um 0,7 % auf 1,3 % in diesem Jahr aus. Doch jetzt erwartet die Kommission für das laufende Jahr ein Defizit von 1,7 %, was 2020 auf 2,3 % und 2021 auf 2,6 % steigen wird.

Die EU-Kommission erwartet für die Eurozone, das sind jene EU-Mitgliedsstaaten, in denen der Euro die einzig gültige Währung ist, ein Wirtschaftswachstum von 1,1 %. Das entspricht einem Rückgang um 0,1 % gegenüber der Frühjahrsprognose. Belgien liegt in dieser Hinsicht derzeit bei einem wirtschaftlichen Wachstum um 1,1 %, was genau in der Mitte des europäische Durchschnitts liegt.