Trotz Protesten: Ineos darf im Antwerpener Hafen neue Werke bauen

Der britische Chemiekonzern Ineos darf auf seinem Gelände im Ortsteil Lillo im Antwerpener Hafen Arbeiten für den Bau von zwei neuen Werken in Angriff nehmen. Das Unternehmen erhielt jetzt von der Stadt Antwerpen eine wichtige Genehmigung, um den Ausbau zu starten. Umweltverbände hegen Bedenken, auch wegen des Schadstoffausstoßes.

Antwerpen erteilte jetzt Ineos eine wichtige Genehmigung, mit der der Chemieriese sein Projekt in Angriff nehmen kann. Kurz zuvor machte eine entsprechende Umweltverträglichkeitsstudie den Weg frei. Die Genehmigung wurde trotz hunderter Beschwerden und einer Petition von Seiten von Anwohnern, Natur- und Umweltschützern erteilt. 

Ineos gab Anfang des Jahres bekannt, in Lillo in Antwerpen zwei neue Werke bauen zu wollen, wozu eine Investitionssumme von rund 3 Mia. € im Raum stand. In den Werken sollen Rohstoffe für die Weiterverarbeitung vorbereitet werden. In einem Werk wird aus Propan Prophylen hergestellt und am zweiten Standort wird Ethan in Ethylen umgewandelt. Beide Stoffe bilden die Basis für die Kunststoff- und Plastikproduktion.

Die Gegner der Projekte befürchten eine Zunahme von CO2-Ausstoß in der Region und mehr Plastikrückstände in der Umwelt. Dass die Planungen mit dem Roden eines Waldstücks, das Ineos bereits erworben hat, einhergeht, sorgt bei den Umweltschützern für zusätzliche Bedenken. Gerade dieser Bereich des Verfahrens ist der, der gerade von Seiten Antwerpens die erste Genehmigung erhielt.

Ineos ließ unterdessen wissen, dass die jetzt erteilte Genehmigung den Lauf der Dinge beschleunige und einen wichtigen Schritt dazu darstelle. Laut Ineos werde die Umsetzung des Projekts, dass das Unternehmen ONE nennt, noch vier bis fünf Jahre in Anspruch nehmen. Noch müssen einige weitere Genehmigungen erteilt werden, darunter wohl auch die Betriebsgenehmigung.