Gewerkschaftsaktionen De Lijn: "Ein Drittel aller Busse in Flämisch-Brabant nicht ausgefahren wegen des Streiks"

Die Streikaktion bei De Lijn in Flämisch-Brabant, die am Dienstag spontan um Brüssel herum, das heißt im so genannten flämischen Rand, begann und sich dann auf die gesamte Provinz erstreckte, geht weiter. Laut Annelies Meynaerts von der flämischen Verkehrsgesellschaft De Lijn seien am Samstagnachmittag etwa ein Drittel der Busse nicht aus dem Depot abgefahren, etwas mehr als 20 Prozent seien es am Morgen gewesen. Dem Streik werde in der gesamten Provinz auf ähnliche Weise nachgekommen.

Mit der Streikaktion protestieren die Gewerkschaften gegen zahlreiche Probleme wie den Personalmangel, die Fehlplanungen von Fahrern und Inspektoren, die zu unregelmäßigen Arbeitszeiten führen und das Sozial- und Familienleben belasteten, die Probleme bei der Zuerkennung von Urlaubstagen, die schlecht funktionierende Personalverwaltung, die zu Fehlern bei der Berechnung der Löhne und Zulagen führe und die Mängel bei der Organisation im technischen Dienst.

Nach stundenlangen Verhandlungen am Donnerstag ging die Geschäftsleitung davon aus, dass eine vorläufige Einigung erzielt worden sei und die Arbeit am Freitag wieder aufgenommen würde. Die Gewerkschaften wehrten jedoch ab. Sie wiesen die Vorschläge zurück und kündigten eine Fortsetzung des Streiks an. Als die Unternehmensleitung am Freitag eine neue Sitzung einberufen wollte, kam nur die christliche Gewerkschaft. Die Gewerkschaft für die öffentlichen Dienste ACOD kündigte für Mittwoch, den 13. November, einen Streik bei De Lijn in ganz Flandern an, zu dem sich die christliche Gewerkschaft ACV inzwischen distanziert hat. Für Dienstag ist ein Versöhnungstreffen mit einem Sozialmediator geplant.

In einer Ankündigung am Freitag hatte De Lijn deutlich gemacht, dass der am Donnerstag erzielte Vereinbarungsentwurf tatsächlich den Forderungen der Streikenden entspreche. So wird beispielsweise erwartet, dass eine Analyse im Hinblick auf eine bessere Koordinierung zwischen der Tages- und Monatsplanung der Fahrer durchgeführt wird, dass die vor Ort getroffenen Vereinbarungen über die Urlaubsplanung durchgeführt werden, dass Konsultationen zu konkreten Problemdokumenten stattfinden, dass die Vereinbarungen über Einstellungen durchgeführt und bewertet werden und dass auch Konsultationen über die Planung und die Dienstpläne der Linienkontrolleure stattfinden werden.