Grundwasserspiegel trotz starker Regenfälle im Oktober noch nicht wiederhergestellt

Der Grundwasserspiegel in Flandern ist immer noch nicht wiederhergestellt, obwohl es im Oktober viel geregnet hat. Das sagt das flämische Umweltamt. Vor allem in Flämisch-Brabant und Limburg bleibt der Grundwasserspiegel nach einigen trockenen Jahren sehr niedrig. Das Niveau ist aufgrund der starken Regenfälle im vergangenen Monat leicht gestiegen. Doch ist das nicht genug für eine Reserve im Falle einer erneuten Trockenperiode.

Der Oktober war überdurchschnittlich feucht. Vor allem in der ersten Monatshälfte hat es viel geregnet. Doch das war offenbar nicht genug, um den Grundwasserspiegel wiederherzustellen. "Der Regen war gut verteilt und es regnete auch lange Zeit. Das ist gut, und der Grundwasserspiegel ist im Vergleich zum September sicherlich gestiegen", sagt Katrien Smet vom flämischen Umweltamt. "Doch wir hatten eine sehr lange Dürreperiode und brauchen eigentlich noch viel mehr Regen.“

Und das zeigt sich an den Messpunkten in Flandern. An 35 Prozent der Messstellen ist das Grundwasser "niedrig", an 37 Prozent sogar "sehr niedrig". Dies gilt insbesondere für Flämisch-Brabant und Limburg.

Obwohl es derzeit keine Probleme mit der Wasserversorgung gibt und die Natur im Winter deutlich weniger Wasser braucht, müsste es noch lange Zeit weiterregnen, sagt Katrien Smet: "Nicht hin und wieder ein Regenguss, sondern ein anhaltender Regen. Wir müssen sicherstellen, dass die Bestände wieder aufgefüllt werden, bevor eine weitere Trockenzeit im Frühjahr oder Sommer eintritt."

Wallonien

In Wallonien ist das Grundwasser inzwischen wieder auf ein normales Niveau zurückgekehrt. Es ist nicht ganz klar, warum dies der Fall ist. "Auf jeden Fall stimmt es, dass wir in Flandern mehr Asphaltdecke haben", so Smet. "Und als Folge davon sickert Regenwasser viel weniger in den Boden. Doch auch andere Faktoren können eine Rolle spielen, z.B. die Menge des Niederschlags."