Verhaftungen und Verfahren wegen Terrorfinanzierung und Anschlagsplanung

Am Montag sind in Belgien und in den Niederlanden sechs Personen festgenommen worden, die im Verdacht stehen, international Terroristen und Terrorismus finanziell unterstützt zu haben. In Belgien wurden in diesem Zusammenhang zwei Menschen verhaftet. Die Verdächtigen sollen Geld im Rahmen von Reisen in die Türkei und nach Syrien geschmuggelt und dort direkt an IS-Kreise übergeben haben. In Löwen stehen IS-Mitglieder vor Gericht, die in Belgien Anschläge verüben wollten. 

Nach Angaben der niederländischen Staatsanwaltschaft sollen die Verdächtigen zwischen 2013 und 2014 IS-Kämpfern bzw. Personen, die der islamischen Terrorgruppe nahestanden, in der Türkei und in Syrien mehrmals Geld übergeben haben.

Dieses Geld soll über eine Stiftung eingesammelt worden sein, die zum Ziel hatte, "Hilfe für Kriegsopfer" zu organisieren. Vermutlich sollen im genannten Zeitraum rund 200.000 € geflossen sein.

Die beiden in Belgien festgenommen Personen wurden laut einer Meldung der belgischen Presseagentur Belga nach Verhören wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Verfolgung solcher Aktivitäten sei Teil einer breit angelegten Strategie zur Terrorismusbekämpfung, erklärte die Staatsanwaltschaft. Spenden würden den IS in die Lage versetzen, terroristische Verbrechen zu begehen und müssten daher konsequent verfolgt und bestraft werden, so die niederländische Staatsanwaltschaft in Den Haag dazu.

Türkei will IS-Terroristen nach Europa zurückschicken

Inzwischen droht die Türkei damit, IS-Terroristen, die dort festgehalten werden, nach Europa abzuschießen. Offenbar sind darunter aber keine Islamisten aus Belgien. Allerdings haben sich zwei als gefährlich geltende Witwen von hiesigen IS-Kämpfern aus einem Gefangenenlager in Syrien in Richtung Türkei abgesetzt.

Vor dem Strafgericht von Löwen müssen sich vier Terrorverdächtige verantworten, denen vorgeworfen wird, in Belgien einen Terroranschlag geplant zu haben. Die Angeklagten sind drei Männer und eine Frau.

Die Angeklagten hatten es unter anderem auf ein regionales Unterrichtsministerium und ein Polizeikommissariat abgesehen. Sie sollen zudem Mitglieder der islamistischen Terrororganisation IS (gewesen) sein. Ihnen droht bi einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren.