Bahn und Infrabel wollen autonome Züge in Brüssel testen

Die belgische Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB und der bahneigene Infrastrukturdienstleister Infrabel haben angekündigt, in absehbarer Zeit autonome Züge in der Brüsseler Nord-Süd-Verbindung testen zu wollen. Diese wichtige Bahnverbindung im belgischen Reisezugverkehr wird gerade in Phasen modernisiert und digitalisiert (gerade wurden Dutzende Weichen und Signale sowie ein Hauptstellwerk digitalisiert - siehe nebenstehenden Beitrag).

Infrabel will 8 Mio. € freimachen, um im Rahmen einer Testphase das Fahren mit autonomen Zügen, also Reisezüge ohne Lokführer, in Brüssel zu ermöglichen.

In einer Pressemitteilung des Infrastrukturdienstleisters der Bahn heißt es dazu: „Wir werden die Möglichkeit analysieren, um Partnern eine Teststrecke zur Verfügung zu stellen, damit autonome Fahrzeuge auf Asphalt und auf anderen Mobilitätswegen getestet werden können.“

Die Einführung des Systems ATO (Automatic Train Operation) soll die Kapazität, die Pünktlichkeit und die Robustheit des Schienennetzes verbessern, so Infrabel weiter.

Ziel ist, mit diesem System mehr Züge durch die Nord-Süd-Verbindung in Brüssel, die am Rande ihrer Aufnahmefähigkeit ist, fahren zu lassen, ohne dass der „Störfaktor“ Mensch eingreift, doch „die Einführung von selbstfahrenden Zügen in Belgien ist noch kein Vorhaben von morgen.“