Jonas Roosens

Trotz Einlenken: Verkehrspolizei hält Streikankündigung aufrecht

Die Disziplinarmaßnahme gegen einen Beamten der belgischen Verkehrspolizei, der bei einer Intervention einen Warnschuss in die Luft abgegeben hatte, wurde zurückgenommen. Trotzdem hält eine Polizeigewerkschaft weiter am Vorhaben fest, zwischen Ende November und Anfang Januar Streikaktionen durchzuführen.

Der bei der Polizei stark vertretene liberale Gewerkschaftsverband VSOA hält an seiner Streikankündigung fest, die er angesichts einer Disziplinarmaßnahme gegen einen Verkehrspolizisten eingereicht hat. Doch inzwischen zog die Generaldirektion der belgischen Verkehrspolizei die Maßnahme gegen den Polizisten zurück. 

Dieser hatte bei einer Intervention gegen illegale Einwanderer, die sich an der Ladung eines Lastwagens auf einem Rastplatz bei Tournai in der Provinz Hennegau zu schaffen gemacht hatten, einen Warnschuss in die Luft abgegeben (siehe nebenstehenden Beitrag).

Gegen diese Disziplinarmaßnahme war die Gewerkschaft sturmgelaufen und auch eine Zurücknahme dieser leichten Maßnahme kann die VSOA nicht davon abbringen, vom 29. November bis zum 2. Januar Streikaktionen auf den Weg zu bringen.

Man wolle sichergestellt haben, dass sich die Kommandostrukturen der Verkehrspolizei zu 100 % hinter ihre Leute an der Basis stellen. Zweitens fordere man eine Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen entlang von Autobahnpark- und Rastplätzen, denn auch für die Polizei sei der Umgang mit illegalen Einwanderern und mit Menschenschmugglern und Schleusern nicht immer einfach und sogar oftmals gefährlich.