EM-Qualifikation Russland-Belgien: echter Test für die Roten Teufel

In Sankt Petersburg wird sich am Samstagabend zeigen, ob Belgien gegen Russland gewinnen und den ersten Platz in seiner Gruppe absichern kann. „Wir brauchen diese Art von Wettkämpfen“, sagte Bundestrainer Roberto Martinez am Freitag auf der Pressekonferenz. Am Stadion dürfte der Ausgang des Spiels jedenfalls nicht liegen. Denn in Sankt Petersburg wurden die Belgier 2018 zwar im Halbfinale von Frankreich geschlagen, aber sie siegten auch über England und erreichten erstmals bei einer Fußballweltmeisterschaft einen Podiumplatz.

„Russland ist als Team gereift und der perfekte Test für die belgische Nationalelf bei einem Auswärtsspiel, in einem vollen Stadion und einem Gruppensieg, den es abzusichern gilt“, sagte Martinez vor dem Abflug nach Sankt Petersburg. 

Neue Defensive austesten

Die Begegnung wird insbesondere die Verteidigung auf die Probe stellen: Thomas Meunier, Vincent Kompany und Jan Vertonghen sind verletzt. Der Nationaltrainer wird ein neues defensives Team testen müssen.

„In den letzten Jahren war der belgische Fußball mit Verteidigern wie Alderweireld, Kompany, Vermaelen und Vertonghen verwöhnt. Auf der WM hat Dedryck Boyata Erfahrungen gesammelt und ihn zu einem Eckstein der Defensive gemacht“, so Martinez.

Mit Tormann Thibaut Courtois verteidigen auch Vermaelen, Alderweireld und Boyata das belgische Tor.

Angreifer Romelu Lukaku, zurzeit Starstürmer bei Inter Mailand, ist nach einer leichten Verletzung, auch wieder fit. Martinez hat den 26-Jährigen als Spitze aufgestellt. Ebenfalls in der Offensive spielen die Gebrüder Eden und Thorgan Hazard sowie Dries Mertens . Kevin De Bruyne, Axel Witsel  und Castagne besetzen das Mittelfeld.

Nach Russland folgt noch eine Begegnung mit Zypern. Gewinnen die Roten Teufel beide Spiele, holen sie die volle Punktzahl (30/30) bei der EM-Qualifikation.