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Brüssel verhängt 200 Euro Geldbuße für weggeworfene Zigarette

AB 2020 kostet ein achtlos weggeworfener Zigarettenstummel in der Gemeinde Brüssel den Zuwiderhandelnden 200 Euro: vier Mal mehr als gegenwärtig. Gleichzeitig startet die verantwortliche Stadträtin Zoubida Jellab (Ecolo) eine Sensibilisierungskampagne und verteilt u. a. tragbare Aschenbecher. An Tram- und Bushaltestellen werden ebenfalls  Aschenbecher installiert. Und statt sechs Beamte werden in Zukunft neun Beamte auf die Befolgung der Vorschriften achten.

Dass die Gemeinde Brüssel den Zigarettenstummeln auf öffentlichen Wegen und Plätzen den Kampf ansagt, hat einen klaren Grund: „30 % des Abfalls, den unsere Straßenfeger aufsammeln, sind Zigarettenstummel“, sagte Jellab dem RTBF-Rundfunk: „Zigarettenstummel verschandeln nicht nur das Stadtbild, sondern sind auch schlecht für die Umwelt. Sie enthalten viele Chemikalien, verschmutzen die Meere und zersetzen sich nur sehr langsam.“

Wer in Brüssel von der Polizei erwischt wird, riskiert heute schon eine Verwaltungsstrafe. Wenn einer der befugten Beamte den Verstoß ahndet, kann es den Zuwiderhandelnden statt 50 nächstes Jahr 200 Euro kosten.