"Weniger schnell ist besser": Die Region Brüssel-Hauptstadt sensibilisiert gegen Raser

Das Verkehrsamt der Region Brüssel-Hauptstadt will erreichen, dass sich alle Autofahrer an die geltenden Tempolimits von 30 km/h und 50 km/h halten. Pro Jahr registrieren die hiesigen Behörden rund 50 Unfälle mit Todesfolge oder schweren Verletzungen durch zu schnelles Fahren. Zudem stellte die einzelnen Sektionen der Brüsseler Lokalpolizei im ersten Semester 2019 insgesamt 142.226 Geschwindigkeitsübertretungen fest. 

„Weniger schnell ist besser“ ist der Leitsatz der Kampagne gegen Raserei in Brüssel. Dieser Satz zieht sich wie ein Roter Faden durch die Aktion, die in erster Linie über Plakate in der gesamten Region und online geführt wird. Diese Sensibilisierungskampagne wurde auch im Rahmen der Vorbereitungen darauf in die Wege geleitet, dass in der gesamten Region ab 2021 Tempo 30 gilt.

„Brüssel Mobilität“ weist auf die ganz einfache Tatsache hin, dass zu schnelles Fahren Unfälle verursacht. So heißt es dazu: Je schneller man fährt, desto länger wird der Bremsabstand. Bei Tempo 50 km/h braucht man 26 Meter um zu halten. Konkret stimmen 26 Meter mit sechs der Länge von 6 geparkten Autos überein, was für eine städtische Umgebung sehr groß ist.“

Ein weiterer krasser Vergleich ist der folgende: „Bei Tempo 30 stimmt der Aufprall mit einem Sturz aus dem ersten Stockwerk überein. Bei 50 km/h ist das ein Fall aus dem sechsten Stock. Das Respektieren von Tempolimits ist wichtig, um Unfälle zu vermeiden und um auch die Folgen von Unfällen zu vermeiden.“

Inge Paemen von „Brüssel Mobilität“ sagte dazu, dass die Polizei in Zukunft stärker auf die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen achten werde und Infrastrukturmaßnahmen, wie zahlreiche Kameras im gesamten Regionalgebiet, würden ebenfalls dafür sorgen, dass sich die Kraftfahrer an die geltenden Regeln halten.