Zwei Tote und fünf Verletzte durch Kohlenmonoxid-Vergiftung

In einem Wohnhaus auf der Staatsbaan in Zulte (Foto) in der Provinz Ostflandern sind in der Nacht zum Montag zwei Personen durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung ums Leben gekommen. Fünf weitere Bewohner des Gebäudes mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden, denn sie zeigten die gleichen Symptome, als die Rettungskräfte eintrafen. 

Die fünf Verletzten, darunter zwei Kinder, sind nach Angaben der Feuerwehr von Zulte inzwischen außer Lebensgefahr. Besonders tragisch ist bei diesem Vorfall, dass die beiden Todesopfer zu Gast bei der Familie waren, in deren Wohnung die Kohlenmonoxid-Vergiftung entstanden ist.

Eine Kohlenmonoxid-Vergiftung ist eine Vergiftung, die durch das Einatmen von Kohlenmonoxid entsteht. Sie ist eine relativ häufige Form der Rauchgasvergiftung (hunderte Meldungen jährlich alleine im belgischen Bundesland Flandern), die bereits bei einer sehr geringen Kohlenmonoxid-Konzentrationen in der Atemluft zu schwerwiegenden Vergiftungssymptomen und innerhalb kurzer Zeit zum Tode führen kann.

Dieses Gas ist zudem weitgehend farb- und geruchlos und kommt bei einer schlechten Verbrennung bei Gasöfen, Gasherden oder Boilern vor, wenn die entsprechenden Wohnungen nicht ausreichend entlüftet werden. Die bei einer Kohlenmonoxid-Vergiftung auftretenden Symptome sind zumeist Kopfschmerzen, Schwindel oder grippeähnliche Beschwerden und Übelkeit. Im schlimmsten Fall greift dieses Gas das zentrale Nervensystem an, was zu Herzstillstand führen kann.

Auch in Flandern raten die Behörden dazu, Heizungen, die über Gasboiler laufen, regelmäßig warten zu lassen und entsprechende Wohnungen stets gut durchlüften zu lassen, vor allem kurz vor dem Winter. Derzeit laufen im flämischen Fernsehen auf allen Kanälen z.B. Werbespots, die darauf aufmerksam machen.